
Bei Skodas runden Jubiläen gedenkt man mancher Modelle heftiger, anderer eher auf Sparflamme.
Das merkt zum Beispiel der Superb gerade jetzt, denn jetzt ist er 25 Jahre alt, und die Geburtstagstorten sind eher klein, die Kerzen darauf brennen so, dass die historische Bedeutung des Superb ausreichend hell für Fans und Eingeweihte beleuchtet ist.
Wobei das 25-Jahres-Jubiläum einer ordentlichen Fußnote bedarf, denn der Name Superb wurde bei Skoda nicht erst 2001 verwendet.
Vielmehr gab's den Superb bereits 1934, ...
... als Zusatzbezeichnung zum luxuriösen Škoda 640, mit 5,2 bis 5,7 Metern Länge eindeutig in der Oberklasse daheim. 1935 hieß die gesamte Baureihe Superb, und der Škoda heimste einen Preis als elegantestes Auto ein. Der Zweite Weltkrieg brachte einen Durchhänger bei der Produktion ziviler Pkw, aber von 1946 bis 1949 fertigte Škoda noch 162 Exemplare des Superb.
Die großen Stückzahlen kamen ab 2001, mit dem ersten Superb der Neuzeit. Er basierte auf dem VW Passat, folgte mit seinem längeren Radstand aber bereits Škodas begrüßenswerter Idee, die vergleichbaren VW-Modelle beim Platzangebot zu überholen.
Mit dem zweiten Superb der Neuzeit ...
... bewies Škoda 2008, dass beim Design nicht immer alles zur reinen Schönheit gerinnt: Das Heck der Limousine geriet etwas, sagen wir, übergewichtig, aber der Kombi machte alles wieder gut, und die dritte Generation des Superb war ab 2015 ohnedies wieder rundum gelungen. Er war auch größer, der Kombi bot fast zwei Kubikmeter Laderaum, die Ausstattung wurde immer oberklassiger, das nährte Škodas Ruf als Autohersteller. Derzeit ist die vierte Generation des Superb im Amt, basierend freilich wieder auf dem aktuellen VW Passat, wiewohl man das langsam auch umgekehrt sehen kann: Der Passat basiert auf dem Superb, und nur der Superb ist auch als Limousine zu haben.
Ein Kompendium aktueller und einstiger Superb-Tests ist rechtzeitig zum Jubiläum hier zum Gustieren bereit.

