Elektrisch Geld verlieren (aber nicht das Auto, auch nicht die Nerven)

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Die Umfrage an sich ist ein sicherer Quell (vermeintlich) überraschender Erkenntnisse, man ist ja als Empfänger schon froh, wenn die Anzahl der Befragten auf eine ziemlich repräsentative Studie hindeutet. So bei jener zum Verhalten der Beifahrenden (500 Befragte, durchgeführt von AutoScout24), ...

... und es ist ähnlich wie beim Fahren, nur einen Sitz weiter rechts: Sich selbst bezeichnen 42 % der Befragten als gemütliche und weitere 35 % als vorsichtig beobachtende Beifahrerinnen und Beifahrer, neun Prozent bezeichnen sich als tiefenentspannt. Die Chance, auf jene zu treffen, die man gerne neben sich im Auto sitzen hat, müsste sich also auf 86 % belaufen. Nur ein Prozent bezeichnet sich als dauer-alarmiert, das sind also die sehr Unangenehmen.

Völlig treffsicher dürfte die Selbsteinschätzung allerdings nicht sein, denn zu störendem Verhalten von Beifahrenden befragt, werden sehr häufig Kommentare zum Fahrstil, sichtbare Nervosität und Furcht am Beifahrersitz (also das nonverbale Kommentieren des Fahrstils), Eingriffe in Navi, Klimatisierung und Radio, überbordender Redeschwall, Nahrungsaufnahme und unablässige Handynutzung genannt. Man ahnt: Da wäre das eine Prozent unangenehmer Beifahrer ziemlich gefordert, müsste es all das alleine erledigen. Fahrende Frauen stört es übrigens mehr, wenn der Beifahrer ihren Fahrstil kritisiert; Männer reagieren unwirsch, wenn beifahrende Frauen in die Technik des Autos (Radio, Navi, Klimaanlage) eingreifen.

Eine Studie zum Wertverlust von Pkw, ...

... durchgeführt von AutoUncle, den Experten für Fahrzeugbewertung und Preisvergleich, hat sich dem Wertverlust von Elektroautos versus jenem von Autos mit Verbrennungsmotor gewidmet. Untersucht wurde der Wertverlust über vier Jahre, Ziel waren also Autos, die 2022 in Österreich als Neuwagen verkauft wurden. Das Ergebnis hier, auch nicht überaus überraschend: Elektroautos verlieren deutlich stärker an Wert. Kosteten sie als Neuwagen im Schnitt 58.800 Euro, so wurden sie heuer um durchschnittlich 27.600 Euro weiterverkauft. Wertverlust: 53 Prozent, pro Monat gingen also 710 Euro verloren.

Bei 2022 erzeugten Autos mit Benzinmotor sank der Wert über vier Jahre hingegen von durchschnittlich 27.600 auf 18.300 Euro. Ein vierjähriges Elektroauto kostet im Schnitt also so viel wie ein Auto mit Benzinmotor vor vier Jahren neu gekostet hat.

Der monatliche Wertverlust ...

... beträgt beim Benziner also lediglich 210 Euro, über vier Jahre gehen 34 Prozent des Kaufpreises verloren. Dieser Effekt ist (mit geringer Streubreite) unabhängig vom Segment. Zwar ist der Wertverlust teurer Autos prozentuell meist höher als jener der günstigen, aber wenn Benziner und Elektroauto ähnlich viel kosten, dann verliert der Elektriker dennoch stärker an Wert. Die gesamte Studie mit aufschlussreichen Detailergebnissen ist online abrufbar.

Nicht berücksichtigt wird in der Studie natürlich das Risiko, den gesamten Wert seines Autos auf einmal zu verlieren, nämlich durch Diebstahl. Da schneiden Elektroautos nämlich signifikant besser ab: Jährlich werden rund 1800 Kraftfahrzeuge (also nicht nur Pkw) gestohlen, im Vorjahr waren lediglich fünf Elektroautos dabei.

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