ÖAMTC: 24 E-Autos im Sommerreichweitentest

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Beim aktuellen „El Prix“ von ÖAMTC und NAF haben 24 Elektroautos unter realistischen Sommerbedingungen gezeigt, wie nahe ihre tatsächlichen Reichweiten an den offiziellen WLTP-Angaben liegen. Das Ergebnis fällt überraschend präzise aus: Im Schnitt lagen die getesteten Modelle nur 0,2 Prozent unter dem Normwert.

Zentrales Ergebnis: Fast auf WLTP-Niveau

Der ÖAMTC hat Anfang Juni gemeinsam mit seinem norwegischen Partnerclub NAF den bislang größten Praxistest für Elektroauto-Reichweiten durchgeführt. Beim sogenannten „El Prix“ wurden 24 aktuelle E-Modelle unter realistischen Sommerbedingungen getestet.

Das zentrale Ergebnis: Die real gemessenen Reichweiten lagen im Schnitt nahezu exakt auf dem Niveau der offiziellen WLTP-Angaben. Im Durchschnitt unterschritten die Fahrzeuge ihre WLTP-Werte lediglich um 0,2 Prozent.

„Der Test zeigt, dass die offiziellen Reichweitenangaben mittlerweile eine hohe Aussagekraft haben“, erklärt ÖAMTC-Techniker Florian Merker. „Unter realistischen Bedingungen liegen die meisten Fahrzeuge sehr nahe an den Herstellerangaben. Das erleichtert Konsument die Einschätzung im Alltag.“

Realitätsnaher Test unter vergleichbaren Bedingungen

Ziel des „El Prix“ ist es, die tatsächliche Reichweite von Elektroautos unter möglichst vergleichbaren Praxisbedingungen zu ermitteln. Die Fahrzeuge wurden bei Temperaturen zwischen 13 und 18 Grad Celsius im Minutenabstand auf dieselbe Strecke geschickt.

Die Route umfasste unterschiedliche Fahrsituationen von Stadtverkehr bis Autobahn. Für bessere Vergleichbarkeit wurde die Klimaanlage in allen Fahrzeugen auf 20 Grad Celsius eingestellt. Gefahren wurde jeweils so lange, bis die Fahrzeuge ihre Leistung nicht mehr aufrechterhalten konnten.

Zwölf Modelle erreichen oder übertreffen WLTP-Wert

Die Auswertung zeigt ein insgesamt konsistentes Bild: Zwölf der 24 getesteten Fahrzeuge erreichten ihre offizielle WLTP-Reichweite oder übertrafen sie sogar. Die größte positive Abweichung erzielte der Xpeng X9 mit plus 11,4 Prozent. Am deutlichsten unter dem WLTP-Wert lag der MG IM6 mit minus 11,7 Prozent.

Auch Modelle europäischer Hersteller, darunter BMW, Mercedes-Benz und Polestar, bewegten sich überwiegend im Bereich ihrer offiziellen Angaben.

Breites Teilnehmerfeld mit internationalen Modellen

Neben bereits in Österreich erhältlichen Fahrzeugen nahmen auch Modelle am Test teil, die hierzulande noch nicht verfügbar sind. Dazu zählen unter anderem der Changan Deepal S05, der Dongfeng Vigo, der Lucid Gravity und der MG IM6.

Der „El Prix“ wird seit 2020 zweimal jährlich – im Sommer und im Winter – vom norwegischen Automobilclub NAF durchgeführt. Damit soll die Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen unter transparenten und vergleichbaren Bedingungen bewertet werden.

„Gerade der Vergleich zwischen Sommer- und Wintertest ist für Autofahrer relevant“, sagt Merker. „Er zeigt, wie stark äußere Einflüsse die Reichweite verändern können.“

Die autorevue hat einige der angeführte E-Autos bereits getestet, hier eine kleine Auswahl:

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