Le Mans fürs Wohnzimmer: Wenn Rennsport zur Sammlerware wird

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Mit einer auf 24 Exemplare limitierten Sonderedition ihres Rennsimulators schlagen Aston Martin und Curv Racing Simulators die Brücke zwischen virtuellem Motorsport und Luxusgütermarkt. Anlass ist der Le-Mans-Einsatz der Valkyrie-Hypercars. Das Ergebnis ist weniger ein klassisches Trainingsgerät als vielmehr ein exklusives Sammlerobjekt für jene 24 Menschen auf der Welt, die wirklich schon alles haben, unter anderem 78.750 britische Pfund in der Portokassa.

Pünktlich zum diesjährigen 24-Stunden-Rennen von Le Mans erweitert Aston Martin gemeinsam mit Curv Racing Simulators das Angebot an exklusiven Rennsimulatoren. Mit der neuen AMR-C01-R Hypercar-Edition bringen die beiden Unternehmen ein auf 24 Exemplare limitiertes Modell auf den Markt, das sich gestalterisch und technisch an den Aston-Martin-Valkyrie-Rennwagen orientiert.

Der Zeitpunkt der Vorstellung ist kein Zufall. Die Sonderedition begleitet den Auftritt der Valkyrie-Hypercars in Le Mans und greift deren Farbgebung auf. Käufer können zwischen den Lackierungsvarianten „#007“ und „#009“ wählen, die sich durch gelbe beziehungsweise rote Akzente unterscheiden. Auch das neu entwickelte Lenkrad orientiert sich am Valkyrie und wird individuell nach Kundenwunsch gefertigt.

Technisch setzt der Simulator auf bekannte Zutaten des Premiumsegments. Ein Carbonfaser-Monocoque bildet die Basis, ergänzt durch einen gebogenen 49-Zoll-Monitor, aktuelle NVIDIA-RTX-Grafikhardware und einen leistungsstarken Intel-Prozessor. Die Sitzposition wurde laut Hersteller an jene des Valkyrie angelehnt. Entwickelt wurde das Konzept unter anderem vom dreifachen Le-Mans-Sieger Darren Turner, der bereits an früheren Curv-Simulatoren beteiligt war.

Auffällig ist dabei, wie stark die Grenzen zwischen Automobil, Designobjekt und Unterhaltungselektronik zunehmend verschwimmen. Rennsimulatoren dienen längst nicht mehr ausschließlich dem Training ambitionierter Fahrer. Im oberen Preissegment werden sie zunehmend als Sammlerstücke inszeniert, deren technische Eigenschaften fast ebenso wichtig sind wie ihre optische Wirkung. Die handgefertigte Karbonstruktur und die stark an die Markenidentität von Aston Martin angelehnte Gestaltung unterstreichen diesen Trend.

Mit einem Preis von rund 58.750 britischen Pfund vor Steuern richtet sich die Hypercar-Edition ohnehin nicht an klassische Simracing-Einsteiger. Vielmehr spricht das Produkt jene Kundschaft an, die bereits über eine gewisse Affinität zu exklusiven Fahrzeugen und limitierten Editionen verfügt. Die Stückzahl von lediglich 24 Exemplaren dürfte dabei weniger technische Notwendigkeit als vielmehr Teil des Konzepts sein – Exklusivität bleibt schließlich eines der wirksamsten Ausstattungsmerkmale im Luxussegment.

Die AMR-C01-R Hypercar-Edition zeigt damit vor allem eines: Während echte Hypercars selbst für viele wohlhabende Enthusiasten unerreichbar bleiben, entsteht rund um deren Faszination ein wachsender Markt für Produkte, die zumindest einen Teil des Fahrerlebnisses versprechen. Oder anders gesagt: Wer keinen Startplatz in Le Mans bekommt, kann sich nun zumindest einen sehr aufwendig gestalteten Platz davor ins Haus stellen.

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