
Eine Umfrage von Marketagent im Auftrag von Helvetia Österreich kam zu dem überraschenden Ergebnis, dass ein Auto mehr ist als nur ein Fortbewegungsmittel. Es ist Rückzugsort, Diskussionsraum und Herzenssache, erfahren wir. Hinzufügen könnte man, dass es auch als Statussymbol, Ort zum Ausleben von Komplexen und Kompensationsmittel bei zu vielen angesammelten Lebensjahren seine Meriten hat. Aber schauen wir uns ein paar Ergebnisse im Detail an.
69 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sind stolz auf ihr Fahrzeug.
Bei einer Gallup-Umfage von 2013 zeigte sich, dass 83 Prozent der Österreicher auf die Natur stolz sind, zum Beispiel auf die Bäume, die Rehe und den Großglockner. Jetzt könnte man sagen: Dazu, wie sein Auto dasteht, hat der Einzelmensch mehr getan (kaufen, putzen, verzieren, servicieren) als zur Höhe oder zum Aussehen des Glockners, mag er sich im Alltag auch noch so sehr darum bemühen, seinen Beitrag zum Wegschmelzen der Pasterze und zum Austrocknen der Wälder zu leisten. So gesehen könnte der Stolz eigentlich noch weiter verbreitet sein als 69 Prozent.
92 Prozent bezeichnen sich selbst als sichere Autofahrer.
Ja, sicher. Und einen warmen Eislutschger.
57 Prozent sind überzeugt, besser autofahren zu können als die eigene Partnerin oder der eigene Partner.
Wenn's um die autofahrerische Selbstüberschätzung geht, kann man das Gendern guten Gewissens sein lassen.
8 von 10 mögen es nicht, wenn andere ihr Auto schlecht behandeln.
Wir würden gerne einmal die 2 von 10 treffen, die es mögen, wenn andere ihr Auto schlecht behandeln. Rein so aus psychologischem Interesse.
28 Prozent nutzen das Auto bewusst, um kurz alleine zu sein oder Ruhe zu haben.
Das ist mittlerweile vielleicht sogar die wichtigste und vornehmste Aufgabe des Autos. Ob allerdings eine moderne Pieps- und Spurzwangfolterkammer alles nicht noch schlimmer macht, müsste man einmal untersuchen.
48 Prozent mögen es nicht, wenn im Auto gegessen oder getrunken wird.
Dieser Punkt ist mit dem darüber kaum in Deckung zu bringen: Essen und trinken, während man seine Ruhe hat, das ist überhaupt das Beste. Aber vermutlich sind die 48 Prozent lauter Erwachsene, die es nicht mögen, wenn ihre Kinder im Auto essen oder trinken. Und das wiederum kann man vollinhaltlich verstehen.
22 Prozent fahren im Sommer gelegentlich mit Flip-Flops oder barfuß.
Das sind eigentlich zwei sehr unterschiedliche Sachen. Mit Flip-Flops fahren ist böse, barfuß fahren ist super. Was übrigens noch viel zuwenig thematisiert wird: Fahren mit Skischuhen.
40 Prozent sagen, dass ihr Auto ihre Persönlichkeit widerspiegelt.
Auch die mit einem mattschwarzen Mercedes G 63 AMG?

