
Die gute Nachricht unter nur noch lauter schlechten lautet: Der Dodge Charger ist endlich zurück. Wir kennen und fürchten den Charger als den Bösen unter den Muscle Cars. Nix gegen Mustang und Camaro, aber der Charger war ein Stück weit mehr in der Finsternis zu Hause.
Er erschien zuerst 1966 auf der Erdoberfläche, und V8 war Standard (was damals in den USA allerdings keine Besonderheit war), ebenso der Sieg in jedem Beschleunigungsrennen, egal ob privat oder offiziell. In den 70ern ging aufgrund strengerer Abgasvorschriften, die, wie sich spätestens heuer zeigt, wohl nicht streng genug waren, die Ära der Muscle Cars zu Ende. Aus dem Charger wurde eine Art Luxuscoupé, weil den Namen wollte man nicht aufgeben.
Schon, weil er tief in der Populärkultur verankert war. Dies nicht zuletzt aufgrund von mehreren cineastischen Meisterwerken, in denen er eine Rolle spielte, zum Beispiel Ingmar Bergmans "Szenen einer Ehe", nein, vertippt, wir meinten "Fast & Furious" und "Ein Duke kommt selten allein".
Später, ab 2005 und bis 2023 kam dann die zweite Generation des Charger, LX genannt, über die es nichts zu berichten gibt, abgesehen von den Hellcat-Motoren, die Leistungen bis über 800 PS vermittelten. Der Charger SRT Hellcat (717 bzw. 808 PS) war 2014 die stärkste viertürige Limousine überhaupt.
Und dann kam 2024
Seit zwei Jahren gibt es den Dodge Charger wieder als Muscle Car – so irgendwie. Längere Zeit schien es, als käme das neue Modell nur als Elektroauto, was für jene, die fürchteten, es käme statt dem V8 nur mehr ein V6, gleich das ganze Armageddon auf einmal bedeutete. Er kam dann auch tatsächlich als Elektroauto, Charger Daytona genannt, aber nicht nur.
Als Alternative steht ein Sechszylinder-Biturbo zur Verfügung, also nicht ganz acht Zylinder, dafür zwei verschiedene Leistungsstufen: 420 oder 550 PS. Auch der elektrische Charger kommt in zwei Leistungsstufen, 536 oder 670 PS, und wie auch beim Verbrenner heißen sie R/T oder Scat Pack. Alle Charger haben Allradantrieb, als kleinen Trost bekommt jeder Käufer ein Echtheitszertifikat mit der Unterschrift von Dodge-Chef Matt McAlear.
Importiert wird das Auto von KWA in der Schweiz, in Österreich gibt es zwar mehrere Betriebe fürs Service, aber vorerst nur einen, wo man laut Importeurs-Seite auch kaufen kann, sobald die Autos verfügbar sind: Peicher in Werndorf, Steiermark.

