
Der Krieg zwischen Israel bzw. der USA und dem Iran hat auch spürbare Auswirkungen auf den internationalen Motorsport – ganz praktisch vor allem dort, wo Rennkalender und Logistik mit dem Nahen Osten verknüpft sind.
Für die Formel 1 wackeln insbesondere die Rennen in Bahrain (12. April) und Saudi-Arabien (19. April). Die FIA und Formel 1-Verantwortlichen bestätigen, dass sie die Lage eng mit lokalen Behörden und Sicherheitsexperten ausgewertet und Entscheidungen über mögliche Änderungen oder sogar Verschiebungen von Rennen an die Entwicklung der Lage gekoppelt sind. Der Reifentest von Pirelli in Bahrain wurde selbstverständlich abgesagt – im Netz kursieren Videos von Einschlägen unweit der Rennstrecke.
Für den Saisonstart diese Woche in Melbourne wurden viele Teammitglieder und Mitarbeiter gezwungen, Reisepläne umzustrukturieren und alternative Routen über Fernstrecken wie Singapur oder Hongkong zu nutzen, da traditionelle Luftverkehrsknotenpunkte im Golfraum nicht verfügbar sind. Trotz der Umwege und einzelner Flugausfälle sind Autos und Schlüsselpersonal aber rechtzeitig für das Saison-Opening vor Ort.
Auch Langestrecken-WM betroffen
Auch in der WEC (FIA World Endurance Championship) wirkt sich die Lage auf die Saisonplanung aus. Die FIA hat den Saisonauftakt in Katar (Prolog-Test und Qatar 1812 km im März) nicht abgesagt, betont aber in ihrem Statement, dass sie die Situation „aufmerksam beobachte“ und in ständigem Austausch mit lokalen Behörden in Doha stehe, um Sicherheit und Durchführung zu gewährleisten – bei den aktuellen Entwicklungen ist es aber kaum vorstellbar und auch nicht passenden, in den nächsten Wochen heiter dem Motorsport in der Region nachzugehen. Spätestens im April im Imola sollte man aber die neuen Autos, unter anderem den Peugeot 9X8 in der GTi-Lackierung zu sehen bekommen.

