Kaufberatung Citroën GS/GSA

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Genie mittendrin: Bei seiner Präsentation stand der Citroën GS im Schatten des SM und zeitlebens in jenem von DS und CX. Dabei war er so raffiniert, komfortabel und modern wie kein anderes Auto der Mittelklasse.

Überblick

Kaufberatung Citroën GS

Lange Entwicklungsgeschichte: Vom gescheiterten C60-Prototyp über Project L bis zum erfolgreichen Project G brauchte Citroën mehrere Anläufe, um die Lücke zwischen 2CV und DS zu schließen.
Technischer Meilenstein: Der 1970 vorgestellte GS wurde 1971 „Auto des Jahres" und setzte mit Frontantrieb, hydropneumatischer Federung und futuristischem Design neue Maßstäbe in der Mittelklasse.
Kauftipps für Sammler: Die Hydraulik gilt trotz ihres Rufs als robust und gut reparierbar, während Karosserierost der größte Schwachpunkt erhaltener Exemplare ist.

Vorgeschichte: Die lange Suche nach der Mittelklasse

Die Lücke zwischen 2CV und DS/ID in Citroëns Modellpalette darf man sich groß vorstellen wie jene zwischen Kontinenten, da baut man nicht so leicht eine Brücke drüber: Zwar war der Ami 6 1961 ein zaghafter Versuch, sowas wie eine Mittelklasse zu etablieren, aber er war ein etwas üppigerer 2CV mit einer seltsamen Heckscheibe (parallel zur Frontscheibe, Ford Consul Classic und Anglia konnten das auch). Also war weitere Lückenfüllung angedacht, und Citroën ertüftelte den C60: Die Front war von der DS inspiriert, das Heck vom Ami 6, luftgekühlte Vierzylinder-Boxer von 1,1 und 1,4 Litern Hubraum waren angedacht, die Topversion sollte hydropneumatisch federn, dann aber galoppierten die Entwicklungskosten davon. Der etwas mollige Prototyp hat überlebt.

Das folgende Project L war als kantigere Fließhecklimousine etwas konventioneller geplant, die Motorenpalette sollte vom vergrößerten Zweizylinder-Boxer des Ami bis zu einem Wankelmotor reichen, Hydropneumatik und konventionelle Federung sollten reifen, aber dann präsentierte Renault den ähnlich gezeichneten, aber deutlich schlüssigeren R16.

Citroën rollte auch das Project L beiseite und nahm einen neuen Anlauf. Durch die Übernahme von Panhard waren mittlerweile ohnedies zwei Mittelklassemodelle quasi im Haus, der PL17 und der 24, beide mit Zweizylinder-Boxermotoren hoffnungslos untermotorisiert. Mit Panhard waren aber auch Pläne eines luftgekühlten Vierzylinder-Boxers zu Citroën gekommen, und Designer Robert Opron hatte sich von Pininfarina inspirieren lassen: Der für die British Motor Corporation entworfene BMC 1800 mit seinen aerodynamischen Linien blieb ein viel bestaunter Prototyp, lediglich Matchbox brachte ihn in Großserie in die Kinderzimmer. Einer davon dürfte zu Robert Opron gekommen sein.

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