Weil’s so schön war gleich nochmal! Heuer mit leicht abgeänderter Route, aber sonst wie gehabt: Alpengenuss mit Epizentrum Wagrain.
Salzburger-Land-Klassik: Die Rallye geht in die zweite Runde
Dass man aufhören sollte, wenn es am schönsten ist, kann als einer der unnötigsten Sprüche aller Zeiten gesehen werden. Woher soll man denn wissen, wann dieser Punkt erreicht ist? Wir denken eher so: Was macht man, wenn etwas sehr schön war? Man tut es nochmal! Nach der Erstausgabe im letzten Jahr, an der wir auch teilnahmen, fand heuer zum zweiten Mal die Salzburger- Land-Klassik statt – eine Rallye für Klassiker bis Baujahr 2004, mit Roadbook, Lichtschranken- und Zielzeit-Sonderprüfungen – oder wie unsere deutschen Freunde und Veranstalter sagen: Wertungsprüfungen.
Nachdem unser Alfa 1300 GT Junior heuer schon so schön eingefahren war, fiel mit ihm diesmal die Wahl auf einen echten Oldtimer als Einsatzfahrzeug, im letzten Jahr waren wir mit dem viel moderneren Peugeot 205 GTI unterwegs. Damals übrigens auch mit digitalem Rallye-Computer und GPS-Messung, im Alfa natürlich mit mechanischem Wegstreckenzähler.


Der autorevue-Alfa in Action, zuerst technische Abnahme in Anwesenheit von Fahrer und Beifahrerin und dann bei der Auffahrt auf die Postalm.
Alfa Romeo 1300 GT Junior: Technik-Check und Fahrspaß in Salzburg
Wichtig ist, dass man ein Pickerl hat – nicht nur, was das Fahrzeug selbst angeht, sondern auch, was die Rallyetauglichkeit betrifft: Vor Ort gibt es wie bei jeder seriösen Veranstaltung einen Technik-Check, hier durchgeführt vom TÜV-Süd. Zum Glück sind wir ohne länderübergreifende Verständnisschwierigkeiten durchgekommen – man weiß ja nie!
Diese gab es auch nicht im Cockpit: Das teilten wir uns mit der deutschen oder besser gesagt bayerischen Kollegin Lea Niedermeier und was soll man sagen – wir hatten eine gute Zeit. Wie denn auch nicht: Bertone-Alfa, Ansaug-Sound zum Niederknien (der übertönte auch die Klänge von unserer Italo-Hit-List, aber wenn sie durchkamen, waren die dafür umso schöner, Volare, oh-oh!), das bekanntlich traumhafte Land Salzburg, beste Straßen, Kurve um Kurve und ja, Autofahren macht so schon Spaß.


Da schaut er runter auf uns: Traumhafte Kulisse für eine Wertungsprüfung im Gutshof Glanegg von Maximilian Mayr-Melnhof. Hinter einem Ferrari stellt man sich gerne an und apropos herunterschauen: Die gesamte Rallye verlief ohne Zwischenfälle.
© Salzburger-Land-KlassikDrei Rallyetage in Wagrain: Platz 52 und Vorfreude auf die nächste Ausgabe
Die Rallye war auf drei Tage aufgeteilt, die Etappen dabei nicht zu ex-trem gestaltet, was Länge und Schwierigkeitsgrad der Prüfungen angeht (ohne dass der Veranstalter aber in eine Art österreichische Gemütlichkeit verfallen wäre). Was das Sportliche angeht, möchten wir auf den ersten und letzten Tag verweisen (P11 beziehungsweise P13 von 77 teilnehmenden), weniger auf den Freitag. Was da passiert ist, ist nicht überliefert. Wir bitten höflichst um Verständnis. Am Ende kam Gesamtplatz 52 heraus. Nicht lachen! Ein Ergebnis, das unzufrieden stimmt und ein weiterer Grund, nächstes Jahr wieder voll anzugreifen (und die Etappen abends an der Bar kürzer zu halten).
Der Termin für die nächste Ausgabe steht übrigens schon fest, nämlich von 23. bis 25. September, wieder in Wagrain. In diesem Sinne: weitermachen, wenn es am schönsten ist!


Eine Legende kümmert sich um die andere: Hans-Joachim Stuck bei den Rallye-Vorbereitungen an seinem
privaten 1er GTI. Spezialität dieser Veranstaltung: Auch jüngere Baujahre sind zugelassen, das Starterfeld reichte von 1953 bis 2002.
Dieser Beitrag erschien in der autorevue 11/26. Über die Erstausgabe dieser Rallye lesen Sie hier.

