Paradigmenwechsel: GTI jetzt auch elektrisch

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
5 min
  1. home
  2. Aktuell

Volkswagen bringt den GTI erstmals vollelektrisch: Der neue ID.3 GTI leistet 326 PS, fährt wie für den ID.3 üblich mit Hinterradantrieb und soll bis zu 601 Kilometer Reichweite schaffen. Der Vorverkauf startet Anfang 2027.

326 PS und Hinterradantrieb

Volkswagen präsentiert im 50. Jahr der GTI-Geschichte den neuen ID.3 GTI. Mit 240 kW (326 PS) ist er laut Hersteller das stärkste bislang in Serie gebaute GTI-Modell, auch wenn der Vergleich mit dem Verbrenner was Leistung angeht natürlich hinkt. Die E-Maschine sitzt jedenfalls anders als bei den klassischen GTI an der Hinterachse und liefert 545 Nm Drehmoment.

Von 0 auf 100 km/h soll der ID.3 GTI in 5,6 Sekunden beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 200 km/h elektronisch begrenzt. Serienmäßig sind unter anderem Launch Control, eine Progressivlenkung und ein adaptives DCC-Sportfahrwerk vorgesehen.

79-kWh-Batterie und bis zu 601 Kilometer Reichweite

Die Batterie verfügt über einen nutzbaren Energiegehalt von 79 kWh. Volkswagen nennt eine Reichweite von bis zu 601 Kilometern, wobei es sich derzeit noch um einen Prognosewert handelt.

Geladen wird mit maximal 183 kW DC. Unter entsprechenden Bedingungen soll der Akku in rund 29 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden können.

GTI-Modus mit Verbrenner-Sound

Der ID.3 GTI bekommt einen eigenen Fahrmodus. Über eine GTI-Taste am Lenkrad werden Antrieb, Lenkung und Fahrwerk auf die sportlichste Abstimmung gestellt und die Launch Control nutzbar gemacht.

Gleichzeitig wechseln Ambientebeleuchtung und Instrumentendarstellung auf Rot. Für die akustische Inszenierung spielt das Fahrzeug dabei laut Volkswagen auch den Sound eines Verbrennungsmotors ein – die Erfahrung zeigt, dass bei vielen Herstellern bisher die Umsetzung eher mau ist. Man darf gespannt sein, wie VW das Thema löst.

Klassische GTI-Zitate

Optisch greift Volkswagen zahlreiche bekannte GTI-Merkmale auf. Dazu gehören der rote Streifen an der Front, ein schwarzes Wabengitter und serienmäßige 20-Zoll-Räder mit dem Namen „Wörthersee“.

Im Innenraum findet sich das Schottenkaro ebenfalls wieder. Das neue Sitzmuster trägt den Namen „Superclark“ und interpretiert die Karo-Sitze des ersten Golf GTI von 1976 neu. Dazu kommen rote Ziernähte und ein Sportlenkrad mit roter 12-Uhr-Markierung.

Neues Cockpit mit Drehregler

Technisch basiert der Innenraum auf dem neu entwickelten ID.3 Neo. Volkswagen verbaut ein größeres Digital Cockpit und ein 12,9 Zoll großes Infotainmentdisplay.

Neu sind zudem eine separate Tastenleiste für die Klimafunktionen sowie ein Drehregler für Lautstärke und Titelwechsel in der Mittelkonsole. Damit reagiert Volkswagen auch auf die Kritik an der bislang stark touchbasierten Bedienung seiner ID.-Modelle.

Vorverkauf Anfang 2027

Der Vorverkauf des ID.3 GTI soll Anfang 2027 starten. Preise nennt Volkswagen noch nicht.

Wichtig ist die aktuelle Einordnung: Volkswagen bezeichnet das präsentierte Fahrzeug offiziell noch als seriennahe Studie. Die genannten Werte für Verbrauch, Reichweite und Fahrleistungen sind daher teilweise noch Prognosen. Als vorläufigen kombinierten Stromverbrauch nennt VW 14,5 kWh/100 km.

Wer nicht warten will oder ohnehin eher auf Verbrenner steht, wird hier oder hier glücklich.

Über die Autoren

autorevue Newsletter

Woche für Woche ein authentisches Stück autorevue