Der Kurvenexekutor: Der Peugeot E-208 GTI soll eher das Image als die Verkaufszahlen bereichern, und er soll viel eher in Kurven als auf Geraden Spaß machen, sagt Peugeot. Wird beides gelingen.
Überblick
Peugeot E-208 GTI: Fahrspaß und Agilität des elektrischen Kleinwagens
„Würden wir den 1984er Peugeot 205 GTI heute vorstellen“, sagt Peugeot, „dann wären wir illegal.“
Diese Aussage soll keineswegs an der Legende des hinreißend knallerbsigen Urahnen knabbern, sondern sinngemäß verdeutlichen: Die Zeit ist weitergegangen, in 42 Jahren wird man deutlich sicherer, schnell einmal schwerer und elektrischer, der Motor dreht dann maximal 50.300 U/min, aber der Fahrspaß bleibt der gleiche. „Das Kürzel GTI bekommen bei uns nur Autos, die es auch verdienen“, erklärt Peugeot: Ein GTI muss niedrig sein, er soll ja auch eher beim Kurvenwedeln Spaß machen und erst in zweiter Linie auf der Geraden. Agilität bei der Querbeschleunigung stand also bei der Entwicklung des jüngsten GTI weit oben im Lastenheft, und die Agilität bei der Längsbeschleunigung ist bei 281 PS und 1535 kg automatisch dabei: Der E-208 GTI hängt präzise am Gas, das kein Gas mehr ist, sondern ein in Echtzeit die Beschleunigung exekutierender Elektromotor, er dreht bis zu 50.300 U/min statt nur 40.500 wie bei den GTI-losen Versionen. Damit gehen sich 180 km/h aus, bis der Begrenzer eingreift – die sind aber nebensächlich, wenn welliges, kurviges Geläuf ausgebreitet ist, da ist flink das Schlagwort vom Gokart bei der Hand; die Querbeschleunigung ist fulminant, jede Seitenneigung bleibt aus, die Schalensitze halten mit alltagstauglicher Grund-Herzlichkeit fest. Es ist ein kostbares, fast aus den Augen verlorenes Fahrgefühl, und man fühlt sich auch nie vom Fahrwerk verprügelt. Man muss den E-208 GTI nicht als komfortabel empfinden, sagt Peugeot, aber auch nicht als unkomfortabel. Balance gefunden.
a+ das digitale Angebot der autorevue
Jetzt Abo wählen und weiterlesen.
Schon Abonnent:in? Hier einloggen.

