Aston Martin erweitert die Valhalla-Baureihe um eine offene Variante. Der Valhalla Spider übernimmt den Plug-in-Hybridantrieb des Coupés mit 1.079 PS, erhält eine angepasste Aerodynamik und zwei unterschiedliche Dachlösungen. Die Auslieferungen sollen im dritten Quartal 2027 beginnen.
Stoffverdeck oder Carbon-Hardtop
Mit dem Valhalla Spider stellt Aston Martin erstmals einen offenen Mittelmotor-Supersportwagen aus Serienproduktion vor. Die technische Basis liefert das Anfang 2026 eingeführte Coupé. Das abnehmbare schwarze Stoffverdeck gehört außerhalb der USA zur Serienausstattung und erlaubt geschlossen Geschwindigkeiten bis 200 km/h. Mit dem optionalen Carbon-Hardtop sind ebenso wie bei vollständig geöffnetem Dach bis zu 350 km/h möglich. In den USA ist das Hardtop serienmäßig. Für Standzeiten liegt eine Regenschutzhülle bei. Ein abnehmbarer Windabweiser leitet die Luft über die Insassen hinweg und zum um 35 Millimeter erhöhten Ansaugschnorchel. Zusammengefaltet passt er in die neuen, jeweils 15 Liter fassenden Staufächer in den Schwellern. Die rahmenlosen Carbon-Flügeltüren wurden für den leichteren Einstieg überarbeitet. Serienmäßig sind komfortorientierte Carbon-Touringsitze verbaut, die Sportsitze des Coupés bleiben ohne Aufpreis erhältlich.
1.079 PS aus V8 und drei Elektromotoren
Der Plug-in-Hybridantrieb kombiniert einen 4,0-Liter-V8-Biturbo mit Flat-Plane-Kurbelwelle und 828 PS mit drei Elektromotoren, die zusammen 251 PS leisten. Die Systemleistung beträgt 1.079 PS, das maximale Drehmoment 1.100 Nm. Zwei Elektromotoren treiben die Vorderachse an, ein dritter unterstützt den Verbrenner an der Hinterachse. Ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe und ein elektronisch geregeltes Hinterachsdifferenzial übernehmen die Kraftübertragung. Zwischen den Achsen besteht keine mechanische Verbindung. Das elektrische Torque Vectoring verteilt die Antriebsmomente bedarfsgerecht. Für den Sprint auf 100 km/h nennt Aston Martin vorläufig 2,5 Sekunden. Vier Fahrprogramme stehen bereit: Sport, Sport+, Race und EV. Das integrierte Regelsystem IVC koordiniert Antrieb, Lenkung, Bremsen, Fahrwerk und Aerodynamik. Die aktive Aerodynamik wurde für den offenen Aufbau angepasst und erzeugt bei geschlossenem Dach mehr als 600 Kilogramm Abtrieb.
Carbon-Monocoque und Marktstart 2027
Das Carbon-Monocoque entstand unter Beteiligung von Aston Martin Performance Technologies, dem Technikzweig des Formel-1-Teams. Die Struktur wird mittels Resin-Transfer-Moulding und Autoklav-Verfahren gefertigt. Aluminium-Hilfsrahmen, adaptive Bilstein-Dämpfer und Carbon-Keramik-Bremsen ergänzen die Konstruktion. Vorne kommen 20-Zoll-, hinten 21-Zoll-Räder zum Einsatz. Das angegebene Trockengewicht beträgt mit Leichtbauoptionen 1.680 Kilogramm. Der 4,73 Meter lange Zweisitzer bietet außerdem Assistenzsysteme wie adaptiven Tempomaten, Notbrems- und Spurhalteassistenten. Zur Ausstattung zählen Alcantara, Apple CarPlay und zahlreiche Individualisierungsoptionen. Verbrauchs- und Emissionswerte stehen wegen ausstehender Homologation noch nicht fest. Die Weltpremiere erfolgt beim Concours im Wynn Las Vegas Ende Oktober 2026. Die ersten Auslieferungen sind für das dritte Quartal 2027 vorgesehen. Einen Preis nennt Aston Martin bislang nicht.

