Stimmungsaufhellung: Ein neuer Toyota RAV4 darf als Ereignis gelten, nicht wegen etwaiger Seltenheit, sondern wegen der Bedeutung fürs Straßenbild in aller Welt. Selbst als Sportversion tut er nicht weh.
Überblick
Neuer Toyota RAV4: Komplett neues Modell mit einigen wenigen Teilen des Vorgängers.
Man könnte ihn beim Vergleich der Staturen für ein ambitioniertes Facelift halten, schließlich sind Vorgänger wie Nachfolger gleich lang und besonders hintenherum ziemlich ähnlich geschnitten. Tatsächlich aber ist der neue RAV4 ein weitestgehend neues Modell, und die Kanten und Bügelfalten und eckigen Radhäuser zeugen vom ambitionierten Fortführen einer erfolgreichen Linie: In Österreich war der RAV4 im Vorjahr mit 1327 Neuzulassungen der zweiterfolgreichste Toyota hinter dem Yaris Cross, der verkaufte sich allerdings fast doppelt so gut. Weltweit war der RAV4 im Vorjahr überhaupt das meistverkaufte Auto, da liegen die Erwartungshaltungen der Toyota-Chefs hoch (und niemand muss in Österreich Marktforschung betreiben).
Nach rund 15 Millionen Exemplaren und 32 Jahren (remember: Erfindung des fassbaren Spaß-SUV 1994, und der Erfolg überraschte selbst Toyota) ist jetzt also Generation sechs bereit, die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. Dass sie mit 4,60 m (beim GR Sport: 4, 65 m) gleich lang ist und auch der Radstand des Vorgängers zurückkommt, liegt an derselben Plattform. Es gibt also doch ein Gleichteil, weil was noch gut in Schwung ist, muss nicht neu erfunden, sondern nur in die Zukunft gebürstet werden. Deutlich neu ist allerdings das Frontdesign, markant und ambitioniert, aber von einer Freundlichkeit, die Toyotas der letzten Jahre nicht kannten.
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