Neuvorstellung Audi RS 3 competition limited

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Auf den ersten Blick könnte man dieses Auto mit einem Audi A3 verwechseln. Es handelt sich hingegen um ein einzigartiges Extrem – Audi feiert mit dem Sondermodell RS 3 Sportback competition limited 50 Jahre Fünfzylinder.

Überblick

Audi RS 3 Sportback competition limited
€ 136.562,–
Preis
Fünfzylinder-Turbo
Motor
400 PS
Leistung
500 Nm
Drehmoment
7-Gang-DSG
Getriebe
Allrad
Antrieb
1640 kg
Gewicht
3,8 sec
0-100 km/h
290 km/h
Top-Speed
282 l
Kofferraum

• 400 PS, Fünfzylinder-Turbo und Torque-Vectoring mit eigenem Touch
• Gewindefahrwerk, Keramikbremsen und Rennstreckenabstimmung
• Fünfzylinder von Audi quattro bis zum RS 3 und prägt den Charakter von Audi

Audi RS 3: Sportauto statt bloßer A3-Ableitung

Manchmal ist es entscheidend, aus welcher Richtung man sich der Sache nähert, so etwa beim RS 3. Wir haben es von den meisten Autoherstellern, jedenfalls von Audi, folgendermaßen gelernt: Zuerst kommt der reguläre A3, dann stärkere Versionen, Allrad, dann ein S3 mit Vierzylinder und dann am Schluss das Topmodell, der RS 3. Dadurch ist dieser in die Situation geraten, dass man ihn nicht unabhängig von der Basis, also dem A3, sehen kann, der bei 31.315 Euro startet. Jetzt kann die Nähe des RS zum Serienauto auch als Stärke gesehen werden, beispielsweise, wenn man ein kompaktes Alltagsauto mit Platz für fünf sucht (den Kofferraum kann man hingegen vergessen, der ist kleiner als im Renault Twingo). Da gibt es aber günstigere.

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Die Außenfarbe Malachitgrün des competition limited ist angelehnt an den gleichnamigen Farbton beim Sport quattro, dort ist es allerdings ein Uni-Lack. Alternativ gibt es Daytonagrau und Gletscherweiß Matt.

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competition limited: 400 PS und maximale Präzision

Besser also, man betrachtet die Sache aus einem anderen Blickwinkel: Charismatischer Fünfzylinder, 400 PS, Allrad mit Torque-Vectoring, 3,8 Sekunden auf 100 km/h, fast 300 km/h schnell. Der RS 3 ist das, was wir suchen: ein einzigartiges Sportauto ohne echte Konkurrenz. Der competition limited, von dem nur 40 Stück nach Österreich kommen, ist die endgültige Krönung: Dank dem Gewindefahrwerk sticht dieses Sondermodell noch präziser in die Kurven, pickt dabei fester auf der Straße, ohne aber ungemütlich oder ruppig zu werden – durch das erhöhte Feedback können zarte Drifts beim Kurvenausgang noch feiner gezogen werden – der RS 3 ist DIE Fahrmaschine.

Rennstrecken-Technik und 50 Jahre Audi-Fünfzylinder

Auch auf der Rennstrecke, dafür kann man das Fahrwerk mit speziellem Werkzeug adaptieren, das bekommt man beim Kauf mitgegeben. Dazu noch der Wegfall von ungefederter Masse durch den serienmäßigen Einsatz von Keramik-Scheiben an der Vorderachse. Reiner Zufall, dass dieses kompromisslose Paket in der Karosserie steckt, die irgendwas mit einem A3 zu tun hat, wobei dieses Auto mit der aggressiven Front, der brutalen Bereifung (vorne breiter als hinten) und den Kohlefaser-Teilen schon sehr eigenständig wirkt. Doch eigentlich ist das Schönste an der ganzen Geschichte der Motor und dessen Herleitung. Wir konnten im Rahmen der Feierlichkeiten zu 50 Jahre Fünfzylinder bei Audi auch zwei in diesem Zusammenhang signifikante Modelle fahren: den ersten Fünfzylinder mit Allradantrieb, also den Audi quattro, sowie den ersten Audi RS 3.

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Audi quattro: Der Ursprung des Fünfzylinder-Feelings

Bereits auf den ersten Metern mit dem 200 PS starken 2144 ccm-Motor im quattro ist dieses vertraute Fünfzylinder-Feeling da: Erst ab 3000 Touren schiebt der Turbo an, nicht übertrieben, genau richtig, fein dosierbar. Eine seriöse Art von Druck, dazu diese Souveränität des Allradantriebs. Sicher profitiert dieses über 40 Jahre alte Auto fahrdynamisch von modernen Reifen, doch wer sich einen langweiligen, frontlastigen Audi vorstellt, liegt falsch. Die Auslegung ist im besten Sinne neutral, die Schaltung präzise und die Sitze bequem sowie genügend Seitenhalt spendend. Hätte man an dieser Stelle aufgehört, Autos weiterzuentwickeln, wäre es auch kein Fehler gewesen (von der Crashsicherheit abgesehen): Der quattro ist der King of cool, konservativ im Sinne von unangepasst und immun gegen kurzlebige Trends. Unaufgeregt, aber nicht langweilig.

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Audi RS 3 im Generationenvergleich: Sound, Alltag und Preis

Auch der RS 3 ruht in sich, immer souverän, weniger laut als vermutet, einzig die misanorote Farbkombi tangiert diesen Gesamtauftritt. Da es sich im Grunde um dasselbe Grundlayout wie beim neuen RS 3 handelt (Fünfzylinder- Turbo, DSG, Allrad, Fünftürer), ist der Vergleich zwischen den beiden besonders spannend.

Größter Unterschied: gleich beim Einsteigen: Im neuen RS 3 sitzt man viel tiefer drinnen als im RS 3 von 2011, auf dem man eher sitzt. Dazu ist das neue Modell dramatisch fahraktiver und auf die Rennstrecke abgestimmt. Im Alltag fährt man im 2011er gemütlicher, auch akustisch ist er zurückhaltender. Wirklich wild war soundtechnisch die mittlere Baureihe von 2015 bis 2020, die wir hier ausgelassen haben. Aber auch die aktuelle Version begeistert mit ihrem Klang, der auch im Cockpit deutlich wahrnehmbar ist – vier Kilo wurden durch den Entfall von Dämmmaterial im competition limited eingespart. Erst im direkten Vergleich merkt man, wie wild der competition limited eigentlich ist.

Ganz egal, wie viel Tradition die Baureihe hat, wie genial der Charakter des Fünfzylinders ist – über 130.000 Euro sind natürlich massiv. Da fällt es einem schwer, Argumente zu finden. Man kann es trotzdem probieren: Um zum competition limited zu kommen, hat Audi Sport in der Entwicklung mit dem regulären RS 3 zwei Dauerläufe von jeweils 8000 Kilometern auf der Nürburgring Nordschleife durchgeführt und mit dem competition limited dann nochmal 3000. Ein Tank reicht für fünf Runden, also rund 100 Kilometer. Wenn man bedenkt, wie viel Arbeit in diesem Auto steckt, relativiert sich der Preis dann doch ein wenig.

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Vereint durch Allradantrieb, und ganz besonders den Fünfzylinder. Dessen Idee: die Kraft eines Sechszylinders kombiniert mit der Effizienz eines Vierzylinders. Das Ergebnis ist kein Spritsparwunder, aber einer der charismatischsten Verbrenner. 

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Zusammenfassung

Daten & Ausstattung

Preis

€ 136.562,–, NoVA 24 %. Steuer jährlich € 3.015,36.

Motor, Antrieb

R5, 2480 ccm, 7-Gang-Doppelk., Allradantrieb.

Leistung/Drehmoment

294 kW (400 PS), 500 Nm.

Fahrleistungen

Spitze 290 km/h, 0–100 km/h 3,8 sec.

Verbrauch

9,3 l/100 km, CO2 211 g/km.

Dimensionen 

L/B/H 4381/1851/ 1418 mm, Radstand 2631 mm, Gewicht 1640 kg. Kofferraum 282 l, Tank 55 l, Reifen vorne 265/30 R19, hinten 245/35 R19.

Ausstattung

Keramik-Bremsen, Sitzheizung vorne, Dreizonen-Klima, Matrix-LED-Licht etc.

Extras 

Unlimited-Paket (Panorama- Schiebedach, Head-up-Display etc.) € 1.523,–, Harman-Kardon- Sound € 778,–, Rundumkameras € 445,–, Alcantara-Lenkrad € 257,– etc.

Dieser Test ist in autorevue 6/2026 erschienen.

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