Test Mini Countryman SE All4

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Irgendwie wird einem in diesem Auto tatsächlich der Sinn leicht und das Herz hupfig. Oder wir sind einfach leicht zu unterhalten.

Überblick

Mini Countryman SE All4

• Der Mini Countryman vereint den Anspruch eines Spaßmobils mit dem Charakter eines 4,5 Meter langen Premium-SUV, dessen Ausstattung den Preis deutlich erhöhen kann.
• Als Elektroauto überzeugt der Countryman mit kultiviertem Fahrwerk, fein dosierbarem 306-PS-Antrieb und harmonischem Fahrerlebnis.
• Hochwertige Verarbeitung, die haptische Toggle-Leiste und das kräftige Lenkrad zählen zu den auffälligsten Stärken.

Zwischen Spaßmobil und Premium-SUV

Vielleicht beginnt aber auch die Langeweile, die so viele neue Autos ausstrahlen, ihre ersten Spuren zu hinterlassen, sodass uns ein kasperlemäßig rundes Display (das wir eigentlich gar nicht mögen oder vielleicht jetzt doch), eine knallige Farbe und ein nettes Fahrwerk schon den Tag retten. Soll sein.
Der Countryman ist ja minimäßig einigermaßen ein Spagat, denn er will einerseits noch immer das Spaßmobil sein, das zu sein selbst der Cooper sich anstrengen muss, da alle immer nur sagen, ja, der echte Mini von damals, das war halt noch was (Snob-Talk, nebenbei).
Andererseits ist er ein 4,5-Meter-SUV, das in elektrischer Ausrichtung mindestens 40.000 Euro kostet, und da wird einem aber suggeriert, dass man noch lange nicht fertig ist: Denn wie bei einer Pizza, wo erst der Belag das Essen macht, kann oder sollte man hier zuerst Trims kaufen, um ein bissl eine Ausstattung zusammenzukriegen, und dann noch obenauf ein Paket, womit sich pekuniär ordentlich was aufstapeln kann.
Minis gelten zu Recht als teuer, einen Mini zu haben ist also auch ein gesellschaftliches Statement (der BMW der Spaßgesellschaft).

Fahrverhalten, Verarbeitung und Ausstattung

Das Wesen als Elektroauto ist ideal für dieses Auto. Die Glätte des Antriebs kommt harmonisch mit der Kultiviertheit des Fahrwerks, und will man im Kurvengeläuf Spaß haben, ist der 306-PS-Antrieb ebenfalls ideal, weil er sich punktgenau dosieren lässt.
Wem was fehlt, der kann sich Geräusche machen lassen vom Auto. Derlei fügt sich, ebenso wie die sich mit verschiedenen Modes verändernden Ambientelichter, in die unvermeidbare Verspieltheit des Mini an sich, mit der er aber eh nicht mehr alleine dasteht. Geliebt hingegen kann die Tog­gle-Leiste unter dem runden Screen werden: haptisch ein kleiner Urlaub im Dinglichen.
Verarbeitung preisgemäß, also top. Auch positiv aufgefallen: das dicke Lenkrad.

Zusammenfassung

Daten & Ausstattung

Dieser Test ist in autorevue 7/2026 erschienen.

ElektromobilitätMini

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