Test Mercedes GLB 250+ EQ

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Sitzen, stehen, fahren und (fast) alles mit Würde erledigen. Der GLB holt den Menschen ins Paradies der Achtsamkeit zurück, aus dem dieser selbstverschuldet entfernt wurde.

Überblick

Mercedes GLB 250+ EQ

• Der Mercedes GLB mit EQ-Technologie kombiniert eigenständiges SUV-Design mit bis zu 272 PS, Heckantrieb und großer Batterie für hohe Reichweiten.
• Stärken sind die hohe Materialqualität, der souveräne Fahrkomfort und die effiziente Aerodynamik, Schwächen zeigen sich bei der Bedienung von Fensterhebern und Touchflächen.
• Im Test lag der Verbrauch je nach Fahrweise zwischen 14 und 16,9 kWh/100 km, wodurch unter günstigen Bedingungen Reichweiten von über 600 Kilometern möglich sind.

Design, Antrieb und Preis

Eigentlich haben der GLB und der Smart #5 technisch nichts gemeinsam, wir haben unterschiedliche Plattformen, unterschiedliche Antriebs- und Softwarearchitekturen. Wir erwähnen das nur, weil die beiden aussehen wie Zwillinge, was damit erklärt wird, dass das Mercedes-Designteam auch den smart gemacht hat. Da wurde effizient gearbeitet, wenn man so will.

Ungeachtet der vor allem leistungsmäßigen Möglichkeiten sind das zwei optisch ungemein beschauliche Autos. Der GLB, der hier im Zentrum der Ermittlungen steht, ist ein SUV, aber ganz ohne das dynamische Element, das andere Hersteller – und Mercedes selber bei anderen Modellen auch – ihren SUVs aufpicken, oft rechtsgrundlos.

Anders gesagt, das nette Schuhschachteldesign des Vorgängers führt auch das aktuelle Modell weiter. Dieses hat, schon fast als Mauerblümchen, irgendwo eine Hybridvariante versteckt (drei Leistungsstufen aus einem Benziner mit 1,5 l Hubraum plus ein klein wenig Elektromotor), im gleißenden Licht stehen aber die GLBs mit EQ-Technologie, wo sich drei Leistungsstufen mit zwei Batteriekapazitäten und einmal Allradantrieb klug durchmischen: Unser Testwagen ist so in der Mitte aufgestellt, 272 PS maximal, Heckantrieb, größere Batterie für ordentlich Reichweite.

Mit etwas über 50.000 Euro ist der Wagen ohne weiteres fair preisgestaltet, würden wir sagen, ist schließlich ein Mercedes und hat auch einiges zu bieten.

Das herausragendste Feature im Auto, der MBUX-Superscreen, ist zwar auf den ersten Blick kostenlos (im Konfigurator: „€ 0,00“), allerdings ist er nur im Rahmen von „Premium-Paket mit digitalen Extras“ (4.362 Euro) zu haben. Dieses tolle Ding mit tatsächlich schon fast verstörender Darstellungsbrillanz ist andererseits eh fragwürdig, weil wo schauen die Menschen hin, wenn sie nicht schlafen oder tot sind? Genau, ins Handy (ältere Semester vielleicht aus dem Fenster). Auch wenn sie einen Superscreen vor sich haben.

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