Wenn uns ein Auto sehr gefällt (wie dieses hier), verzeihen wir ihm trotzdem blöde Türgriffe nicht, was aber im Ergebnis nahezu unbeachtlich bleiben kann, wenn sonst keine Umfaller passieren.
Überblick
Design überzeugt trotz diskussionsexponierter Türgriffe
Die Zeit ist, wie jede Zeit, reich an unnötigen bis schädlichen Moden. Als 1997 der Alfa 156 mit den in die Fensterrahmen eingelassenen Fondtürgriffen erschien, hofften wir, die Tat möge singulär bleiben. Wie das unselige Zwangspanoramaglasdach ohne Sonnenschutz greift aber auch die Türgriffseuche um sich, und eigentlich ganz unnötig, denn das Thema hintere Türgriffe war schon fertigerzählt: Bügelgriffe unter die Scheiben, causa finita. Nun ja, jetzt hat der Kia K4, Modell eines an sich hochintelligenten Herstellers, auch solche. Dafür ein Minuspunkt. Die Suche nach einem weiteren Minuspunkt gestaltete sich zähflüssig, also gut, dann halt Konzentration auf die Pluspunkte. Da wäre vor allem einmal das Design des im Herbst 2025 in Europa eingeführten Autos. Vorne schnittig, im Profil galoppierend, das Heck künstlerisch anspruchsvoll, aber nicht anstrengend. Außerdem ist der K4 kein SUV, was einmal eine schöne Abwechslung ist. Insgesamt also eine Bereicherung für das Straßenbild, überhaupt in Gold, welche Farbe aber von Kia Sparkling Yellow Metallic genannt wird, was gleichzeitig kapriziös und bescheiden ist. Vielleicht als Wiedergutmachung dafür gedacht, dass der Name des Autos sich harmonisch auch in weniger sparkelnden Kontexten wiederfindet, zum Beispiel „Abteilungen Schulen K4 des Amtes der NÖ Landesregierung“. Oder man hat mit dem Namen des Vorgängers – Ceed – schon genug Spaßhaftigkeit bewiesen, der hatte ja ursprünglich cee’d geheißen.
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