Der Nachfolger des nicht unumstrittenen SF90 beherrscht neue Sprachen und Regelwerke, die nicht auf Anhieb verständlich sind.
Überblick
Ferrari 849 Testarossa – Einstieg ins 1.050-PS-Cockpit
Womit beginnen mit einem spektakulär gesichtslosen Tausend-PS-Superferrari, bei dem überall vorne ist? Am besten gleich einfädeln durch die schlank öffnende Türe mit dem Drücker in der Sicke, angedeuteter Fosbury Flop, als wolle man aussteigen, rechter Absatz auf die helle Gummimatte, ein bisserl anhauen am Lenkrad (das geht auch beim Jeep Commander nicht besser), Rest folgen lassen. Weißes Leder allenthalben, bleibt bloß mit dem Kugelschreiber fern!
Erst ist man so ratlos wie im Flugzeugcockpit. Overkill der Knöpfe, der Schalter und des Kleingedruckten. Alles hier ist tief zerklüftet, jede Luftdüse macht High Drama im Carbonstrickmuster – diese Mode ist eigentlich am Auslaufen wie die gesamte Opulenz hier. Doch ein Retro-Angebot ist höchst willkommen: Der rote Startknopf am Lenkrad ist fett eingelassen zum analogen Drücken (im Gegensatz zu den hierorts öfter monierten Scheinknöpfen bei 12Cilindri, Roma etc. Übrigens kann man um rund 6.000 Euro einen Nachrüstsatz erwerben, den man anstelle der Digital- und Kapazitativ-Panels über die Lenkradnabe stülpt).
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