Medium Turismo: Das große Coupé für die weite Reise kann gerne etwas kleiner sein, ein wenig Sportlichkeit gegen Hybridvernunft tauschen und einem 24 Jahre ruhenden Namen neue Bedeutung einbrennen.
Honda Prelude: Die Rückkehr einer Legende nach 24 Jahren
Kleines Eingrooven für die ganz Jungen unter uns: Richtig, der Name Prelude kippt ein Stamperl Endorphine in die Blutbahn der Elterngeneration plus – er zierte fünf Generationen lang Hondas kompakte Coupés, daher schauen die Dorfältesten versonnen, wenn der Name wieder die Ortstafel passiert. Die fünf Prelude-Generationen waren seit 1978 allesamt für Alltagssport zuständig, probierten aber oft neue Technik aus, um sie auf Tauglichkeit für die volkstümlicheren Hondas abzuklopfen.
Der Prelude der fünften Generation dankte 2002 ab, da hatte Honda jetzt also 24 Jahre Zeit für eine Neuauflage, mit der niemand mehr gerechnet hätte. Schon gar nicht damit gerechnet hat die Autowelt selbst, die das Coupé mittlerweile ziemlich verlernt hat, SUVs verstellen die Sicht aufs Schlanke. Den Erfolg des Prelude wird Honda also wohl nicht nur in Zahlen vermessen, sondern auch in Emotionen, die der Marke jetzt wieder entgegenbranden. Die Entwicklungs- und etwaige Folgekosten, falls der Absatz nicht brummt wie ein Type R-Turbo, wird zum Teil gewiss auch die Marketingabteilung stemmen, das wäre würdig und recht.
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