Test Omoda 9

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Das wirklich Allerletzte, was man in diesem Auto ausprobieren möchte, ist null auf hundert in 4,9 Sekunden (das war jetzt ein Kompliment). 

Überblick

Omoda 9
48.990 Euro
Preis
537 PS
Systemleistung
4,8 Meter
Länge
Plug-in-Hybrid
Antrieb

• Der Omoda 9 positioniert sich als preislich attraktive Alternative zu BMW X3 und Mercedes GLC (PHEV), liegt rund 17.000 Euro darunter und bietet dafür ein umfangreiches Serienausstattungspaket – bei insgesamt akzeptabler Qualitätsanmutung.
• Das Plug-in-Hybrid-System mit 537 PS Systemleistung und einer 34,5-kWh-Batterie ermöglicht eine rein elektrische WLTP-Reichweite von bis zu 145 km (Stadt: 192 km) – deutlich mehr als bei vergleichbaren deutschen Premiummodellen.
• Das Fahrzeug punktet mit Komfort und Ausstattung, hat aber kleinere Schwächen: ein nerviger Blinker-Sound, eine fehleranfällige KI-Stimme und ein vergleichsweise kleiner Kofferraum.

Gut gemeint, aber nicht ganz durchgedacht

Gut gemeint, aber dann doch nicht gut: Die harmonische Oktave des Blinkers ist ein echter pain in the ass (man biegt bald nur noch ohne Blinken ab), die KI-Stimme ebenso („Sie haben den Eh-Ce-Oh-Modus gewählt" für Eco-Modus), und die Sitzverstellung à la Mercedes (in den Türen) ist auch nicht das, wo man nach 140 Jahren Autobauen angelangt sein sollte. Vermutlich kann man Blinker und Stimme over the air up- bzw. gleich wegdaten – also bitte darum. Oder doch nicht, weil dann hätten wir gar nichts mehr zu schimpfen. Der Omoda 9 ist das Flaggschiff der gerne paarweise auftretenden chinesischen Marken Omoda und Jaecoo (gleichwohl sie verschiedene Autos haben). Mit seinen fast 4,8 Metern Länge macht er sich zum Mitbewerber von BMW X3 und Mercedes GLC, jeweils den Plug-in-Varianten. Beide unterbietet er preislich um ein Beträchtliches, womit er sich an die CI seiner Marke hält, die stark übers Budget kommt. Da ist natürlich die wichtigste Frage: Ist er auch um 17.000 Euro schlechter als ein deutsches Premium-SUV oder nur um 17.000 Euro billiger?

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