Über allen Dingen stehendes Luxus-SUV in feudaler Farbkombination Grün-Braun: Natürlich ist die Rede vom BMW X7.
Überblick
BMW X7 im Range-Rover-Stil
Leben besteht primär daraus, Codes zu lesen, die ungeschriebene Gesetze bilden, aus denen gesellschaftliches Bewusstsein entsteht. Samt Idealvorstellungen und Handlungsempfehlungen.
Wenn so ein stattliches SUV in einem edlen Grünton vor einem steht und dann noch im Innenraum an fast jeder erdenklichen Stelle mit Leder bezogen ist, nämlich primär in Braun (konkret: Tartufo), dann denkt man an ein Auto aus England: Im Grunde genommen ist das hier sehr rangeroveresque – wer ein Schiff in diesem Stil will, wird primär in Richtung Rangie denken. Aber!


Das letzte Facelift fiel beim X7 dezent aus, man kennt ihn, auch wenn er nach wie vor eher selten ist.
© Andreas RiedmannSportlicher als Range Rover
Aber hier muss man erwähnen, dass der X7 aus fahrdynamischer Sicht deutlich agiler tut, also zu den sportlich Orientierten spricht. Zudem ist er ein BMW der noch alten Schule, also alles so, wie man es kennt und mag. Zum Beispiel: iDrive-Regler. Und ein Unterschied wäre da auch noch: Ein vergleichbarer Range Rover kostet 50.000 Euro mehr. Und das bei ähnlichen Features wie der zweigeteilten Heckklappe, auf deren unterem Teil man so toll sitzen kann.
Man hätte es beim Testwagen aber auch übertreiben können mit der Anlehnung an das britische Kult-SUV, denn statt Boston Grün Metallic hätte man sich auch für British Racing Green oder Oxford Green Metallic entscheiden können, die gäbe es nämlich auch im Portfolio der Individual Sonderlackierungen. Auch das verbaute M-Sportpaket ist typisch BMW, alles sehr stimmig auch mit optionaler Allradlenkung.
BMW X7 40d: Reichweite und Souveränität
Der 40d ist ein Gedicht, aber wir wiederholen uns: Sechszylinder-Diesel, Mild-Hybrid (E-Motor mit 12 PS und 200 Nm) um die acht Liter Verbrauch, 80 Liter Tank, rund 1000 Kilometer Reichweite und souveräner als Marcel Hirscher zu seinen besten Zeiten.


Zusammenfassung
Was wir mögen
Verarbeitung, Materialien, Ergonomie, Bedienung, Platz, Komfort, Antrieb, also eigentlich eh alles.
Was uns fehlt
Achtung, Cliché im Anflug: das Jagdrevier. Oder: der genügend große Parkplatz.
Was uns überrascht
Der Verbrauch: Rund acht Liter sind für so ein Auto sehr okay.
Die Konkurrenz
Audi Q9, Range Rover und Mercedes GLS, vielleicht auch Volvo XC90.
Daten & Ausstattung
Preis € 146.125,–. NoVA 25 %,Steuer jährlich € 2.738,88.
Motor, Antrieb R6-Turbodiesel, 2993 ccm, Mild-Hybrid, 8-Gang-Aut., Allradantrieb.
Leistung/Drehmoment 259 kW (352 PS), 720 Nm.
Fahrleistungen Spitze 245 km/h, 0–100 km/h 5,9 sec.
Verbrauch 8,1 l/100 km, CO2 214 g/km. Im Test 8,3 l/100 km.
Dimensionen L/B/H 5181/2000/ 1835 mm, Radstand 3105 mm, Gewicht 2565 kg, Anhängelast 750/ 2700 kg. Kofferraum 750–2120 l, Tank 80 l.
Ausstattung 2-Zonen-Klima, adapt. Tempomat, Navi, Rückfahrkamera, Panoramaglasdach, E-Heckklappe, Vordersitze elektrisch einstell- und heizbar, Luftfahrwerk, Softclose-Türen, Harman-Kardon-Sound etc.
Extras Offroad-Paket € 2.313,–, beleuchtete Nieren € 609,– etc.
Dieser Test ist in autorevue 10/2026 erschienen.

