Die gehobene Einstiegsklasse in das postfossile Elektrozän präsentiert
sich immer niederschwelliger.
Design, Raumangebot und Positionierung in der Elektro-Kompaktklasse
Die verstromte Kompaktklasse, wo Electrology eigentlich hingehört, nimmt Fahrt auf. Renault R4, Mini Aceman, Peugeot E-308, Škoda Epiq, VW ID.3 Neo, Audi A2 – und hier grätscht der Ioniq 3 selbstbewusst rein als Best of Class, selbsternannt, aber glaubwürdig, wenn es sich um Raumangebot („C-Segment space in B-Segment size“), Komfort, Materialien, Akustikniveau samt Isolation handelt. Auch 441 l Laderaum agieren auf Top-Niveau.
Das Auto wird im türkischen Izmir gefertigt, samt Nickel-Kobalt-Mangan-Batterie. Konzipiert wurde es in Rüsselsheim, Deutschland, wo das European Technical Center angesiedelt ist. Hausintern steht der Ioniq 3 zwischen Inster und Kona.
Das Auto sieht scharf aus, unverwechselbar, man muss ja nicht gleich ums Heck gehen. Der lange 2,68-m-Radstand auf 4 Meter 16 sind eine gute Basis für reichlich Fußraum, wobei der Vorderwagen völlig der Technik (Vorderradantrieb) geopfert wird, kein Frunk. Da geht sich auch eine scharf geschnittene Karosserie aus; laut Chefdesigner Eduardo Ramírez lautete das Motto „Art of Steel“, also begann man, Tischmodelle aus Papierstreifen zu formen. Hat dem Auto nicht geschadet.
Freilich fühlen sich kleine Fondpassagiere trotz großer Kniefreiheit ziemlich tiefenversenkt angesichts der hoch geschnittenen Flanken des Aero Hatch Designs. Elektrotypisch sitzt man mit angesteilten Knien auf tiefen Sitzen und der lichten Höhe des Glasdachs. Immerhin lassen sich eine Rollo überziehen und die hinteren Seitenscheiben ganz runterfahren. Vor allem konnte der cw-Wert auf 0,263 eingesenkt werden (Best in class). Bei der Heckgestaltung wurde das Modell „Tension of Steel“ etwas überspannt, erinnert frappant an den Pontiac Aztek, der ja eine gewisse Berühmtheit erlangte.
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