Neu Dodge Charger Daytona und Sixpack

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Roadkill mit scharf: Um martialische Benamsung war man nie verlegen, auch wenn der V6 jetzt aus dem Jeep Wagoneer stammt und der Obermuskel elektrisch surrt.

Dodge Charger Daytona und Sixpack

• Der amerikanische Muscle-Car-Klassiker setzt künftig auf Hurricane-Sechszylinder und elektrische Daytona-Varianten. Die neue Generation verbindet historische Designelemente mit moderner Antriebstechnik.
• Beim Fahrtest in Balocco zeigen sich Einschränkungen des elektrischen Driftmodus. Das hohe Fahrzeuggewicht, die reduzierte Leistung im Hinterradmodus und technische Probleme beim Drag-Mode trüben den sportlichen Anspruch.
• Der Charger bietet zwei- und viertürige Karosserievarianten, Allradantrieb und einen praktischen Heckklappen-Kofferraum. Für die elektrischen Modelle werden WLTP-Reichweiten von bis zu 510 Kilometern genannt.

60 Jahre Muscle-Car-Geschichte zwischen V6 und Elektroantrieb

60 Jahre Dodge Charger, was fällt euch dazu ein? Alles und nichts, würden wir sagen, historisch hat das in den Sixties groß begonnen und wurde bald marketingmäßig verwässert zu drögen Familienlimousinen, denen man mit dem tollen Namen einen billigen Push verpassen wollte.

Heute geht man wieder ernsthafter zur Sache, wenngleich die prägenden V8-Motoren Geschichte sind. Deshalb dürfen die V6 auch in die EU, obwohl die aus dem Jeep Wagoneer entlehnten Triebwerke martialisch „Hurricane“ genannt werden im Modell Sixpack: Es gibt Versionen mit 420 und 550 PS, getoppt von Super Bee mit 600 PS, wenngleich nicht klar ist, was davon wir hier in Österreich zu Gesicht bekommen.

Die Elektroversion Daytona ist in den Versionen R/T (536 PS) und Scat Pack erhältlich mit Spitzenleistungen von 640 PS/680 PS (Streuung je nach Händlerangabe) aus einer 100,5-kWh-Batterie mit maximalem Lade-Push von 350 kW bei Gleichstrom.

Jedenfalls haben alle Modelle, Benzin und Elektro, Zwei- oder Viertürer, den Allradantrieb. Beim E-Modell kann dieser auf Knopfdruck einem reinem Hinterradantrieb weichen, damit halbiert man aber auch die Leistung. Wer aber den Power Shot Button drückt, kann wiederum 40 PS zusätzlich generieren für die zehn Sekunden, die den Unterschied machen.

Ja, das Auto steckt voller Überraschungen.

» Zum Beispiel war es als reines Elektroauto konzipiert worden in der Schrecksekunde, als man dachte, die Welt pole sich um.

Deshalb findet man überall die massiven Schwellerbereiche und in den Türen extrazart dimensionierte Dichtungen, wie es der geringe Elektro-Lärmpegel verlangt.

» Das neu gestaltete Drei-Delta-Logo heißt Fratzog (hieß es immer schon) und keiner kann sagen, warum. Jedenfalls gibt es das „Fratzonic Chambered Exhaust System“ mit Lautstärke-Wahl vom Fahrersitz aus.

» Der Designer kriegt die Motorhaube nicht auf (zweimal ziehen!), beschreibt aber die seitlichen Dachabrisslinien sehr poetisch als „flying buttresses“, was ein gotisches Bauelement ist, der freischweifende Schwibbogen, der es erlaubte, zarte und hohe Fassaden zu errichten mit großer Fensterfläche.

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