
Als Andeutung fährt jener Jaguar, der die Marke in eine völlig neue Zukunft beschleunigen soll, schon länger herum, beziehungsweise: Er steht, und er steht eher am Horizont als in den Schauräumen. Fotos des fahrenden Vorserienmodells wurden auch schon behutsam ausgestreut, und immer war die neue Limousine mit jener Beklebung zu sehen, die mehr Spekulationen als Gewissheiten nährt. Immerhin: Er kommt, sagt Jaguar, und die Fans der alten Schule sind noch immer etwas ratlos. Denn beim Design, beim Logo und beim Antrieb ist alles neu, wir sagen nur: Elektro only.
Das Festhalten an der Limousine ...
... ist Jaguar prinzipiell hoch anzurechnen, SUV fahren eh schon ausreichend herum. Das war der Blick der beobachtenden Ästheten, aber als Automarke ist man nur nebenbei Weltverschönerungsverein – in erster Linie soll Geld hereinkommen, beziehungsweise: in zweiter Linie, wenn man das mit der Schönheit doch als wesentlichen Geschäftszweig betreibt. Und dann ist da noch die Sache mit der langen Pause: Nahtloses Rüberhüpfen vom alten aufs neue Standbein wäre vermutlich gescheiter gewesen, aber ebenso vermutlich weiß Jaguar das eh. Es wird halt immer wieder was dazwischengekommen sein.
Damit die Fans nicht gar so darben, ...
... wird jetzt immerhin der Name verraten: Der Neue wird Type 01 heißen, da stecken freilich ein paar Anspielungen an die Vergangenheit drin: Type möge Erinnerungen an den E-Type wachhalten, an C- und D-Type freilich auch; 0 steht für null Emissionen, und der Einser markiert den ersten Jaguar nach dem Neustart.
Zu lesen sein wird der Name am Gitter der Motorhaube, direkt vor der Frontscheibe. Noch nicht zu lesen war er beim öffentlichen Auftritt des Type 01 im Vorfeld des Grand Prix von Monaco, denn dort war der Type 01 noch immer mit Tarnfolie beklebt, aber anders. Rot und die Silhouette betonend. Aber man sah, dass er auch fährt, der Antrieb steht immerhin schon fest: Drei Elektromotoren, mehr als 1000 PS, mehr als 1350 Nm.
Vielleicht werden die Fans doch bald ergriffen sein.
Einen anderen Jaguar, der die Fans auch nicht sofort begeistert hat, gibt's in der kommenden Autorevue: XJ220, damals um 9,4 Millionen Schilling zu haben, aber nur mit halbem Motor.

