
Kimi Antonelli bestätigte seine Ausnahmestellung am Formel-1-Wochenende in Miami eindrucksvoll und gewann den Grand Prix, nachdem er bereits zuvor die Pole Position geholt hatte. Für den jungen Mercedes-Piloten war es der dritte Sieg in Serie, womit er seine Führung in der Weltmeisterschaft weiter ausbaute.
Das Rennen selbst entwickelte sich weniger chaotisch als im Vorfeld befürchtet. Drohende Gewitter hatten zwar zu Anpassungen im Zeitplan geführt, letztlich blieb das große Wetterdrama aber aus. Stattdessen stand ein strategisch geprägter, phasenweise sehr enger Kampf an der Spitze im Mittelpunkt. Antonelli kontrollierte das Rennen trotz eines verpatzen Starts über weite Strecken, musste sich jedoch insbesondere gegen Lando Norris im McLaren verteidigen, der konstant Druck ausübte und im Ziel nur knapp geschlagen war.
McLaren is back
McLaren präsentierte sich insgesamt stark: Norris bestätigte nach dem Sieg im Sprint am Samstag mit Platz zwei im GP, dass er wieder voll da ist, während Oscar Piastri nach einem späten Zwischenfall von Charles Leclerc noch auf Rang drei nach vorne rückte und damit ein Doppelpodium für das Team sicherte. Ferrari hingegen erlebte ein durchwachsenes Wochenende – insbesondere Leclerc, der zwar nach der ersten Kurve in Führung lag, später im Rennen unter anderem durch einen Dreher eine mögliche Podestplatzierung verlor.
Hinter den Topteams blieb das Feld enger zusammengerückt als zu Saisonbeginn. George Russell holte im zweiten Mercedes Rang vier, Max Verstappen musste sich trotz verbesserter Performance mit Platz fünf zufriedengeben. Besonders kurios: er legte eine 360-Grad-Drehung beim Rennstart hin, ohne zu kollidieren. Einzelne weitere Zwischenfälle – etwa technische Probleme, Unfälle oder eine Disqualifikation im Vorfeld – sorgten zwar für zusätzliche Würze, hatten aber keinen entscheidenden Einfluss auf den Ausgang an der Spitze.
Nicht nur F1 in den USA
Auf der anderen Seite des Landes, nämlich in Laguna Seca, konnte der Österreicher Philipp Eng mit BMW aufs Podium in der IMSA Sportwagen-Meisterschaft fahren: Der M Hybrid V8-Prototyp erreichte den dritten Platz, vor ihm der Cadillac #31 und der privat eingesetzte Porsche 963 mit der Startnummer 5.

