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Retromobile, Paris, Jänner

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Es mag ein bisserl nach verzweifeltem Optimismus klingen, an einem selbst in Wien klirrend kalten Tag an die nächste Oldtimer-Saison zu denken, aber wir denken ja in einer selbst am Ferienende schon wieder ganz gut beheizten Redaktion, in der auch schon wieder ein bisserl Leben wurlt. Das Leben hat die von Weihnachtskeksen bedrohlich aufgezuckerte Behäbigkeit ganz gut abgelegt, woraus wir Legitimation für folgende Gedanken zu ziehen wagen: Auch 2026 werden uns Old- und Youngtimer erfreuen, und neben der praktischen Freude (jener, von der uns bisweilen noch eine Pickerlüberprüfung trennt) gibt's auch die theoretische.

Bis zur Tullner Oldtimermesse, ...

... die am 9. und 10. Mai bei uns quasi die bis dahin eh schon gut laufende Saison einläuten wird, dauert es noch eine Weile. Wer sich früher einstimmen mag, kann beispielsweise vom 28. Jänner bis 1. Februar Paris bereisen, wo traditionell die Retromobile die Klassikfreunde herbeiholt. Traditionell heißt wirklich traditionell, denn die heurige Retromobile ist bereits die fünfzigste. Aus diesem Anlass hat das französische Kulturministerium die Patronanz übernommen, das Motto von der schönsten temporären Garage ist bereits wieder flügge, und die letzte Ausgabe markierte mit 146.000 Besucherinnen und Besuchern einen Rekord. Der darf gerne gebrochen werden.

Mit öligen Fingern ...

... aus einer alten Kiste die Unterbrecherkontakte eines Hotchkiss Anjou herauskramen, das ist eher nicht das Terrain der Retromobile. Hier wird vielmehr dem Edlen und Hochglanzpolierten gehuldigt, heuer beispielsweise mit einer Sonderschau zu Steve McQueen, mit Ettore Bugattis Präsidenten-Eisenbahn und etlichen anderen Konstruktionen des Meisters, mit einem Querschnitt durch die Goldenen Rallye-Jahre (samt Fahrern, Mechanikern, Fotografen), mit einer Auktion, bei der niemand an Bastlerhits denken wird, oder mit einer Sonderschau edler Armbanduhren.

Und wer gerne künftig zum Oldtimersammler reifen will, aber nicht genau weiß, wie man das am besten anstellt, wird kundig beraten. Klingt ein wenig, als hätten wir diesen Satz mit dem Schalk im Nacken erfunden, steht aber so zu lesen unter www.retromobile.com.

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