Ein bisschen Comeback

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Wie geht’s eigentlich Alfa Romeo?

In Österreich super, wäre ein kleiner Teil der Antwort. 2025 konnte die Marke 1.522 Neuzulassungen feiern (darunter nur 88 Tageszulassungen), gegenüber 1.135 im Jahr davor, macht plus 34,1 Prozent. Interessanterweise haben auch andere Marken, die vor allem dann in den Medien auftauchen, wenn’s ums Totsagen geht, Zuwächse gehabt, Opel etwa 37,5 Prozent, Ford 22,6 Prozent, Polestar 7,2 Prozent.

Auch global war Alfa 2025 auf Wachstumskurs, was vor allem dem Junior zu verdanken ist, der mittlerweile rund 50 Prozent des Absatzes bestreitet, da oder dort auch deutlich mehr: In Österreich waren von den 1.522 zugelassenen Alfas 1.081 Juniors (unter diesen wiederum 156 elektrische). Man stelle sich vor, es gäbe den Junior nicht … dann würde sich Alfa mit Polestar oder Lexus herumschlagen.

Auf dem niedrigen Absatzniveau insgesamt, mit den ganzen Altlasten und eingebettet in den Stellantis-Konzern, der gerade ein bisl herumschlingert, vorsichtig ausgedrückt, sieht die Lage nicht so rosig aus. Im Herbst war viel davon die Rede, dass es eng werden würde für Alfa, ein Verkauf der Marke stand im Raum, wurde von Stellantis aber naturgemäß stets dementiert.

Auf jeden Fall sind jetzt einmal die neuen elektrischen Modelle, die für demnächst angekündigt waren, auf 2028 verschoben worden, vorerst einmal. Ein Spiel, das man von Alfa schon gut kennt. Gleichzeitig wird, wie auch sonst fast überall, auch wieder mehr auf den Verbrenner gesetzt.

Was uns zur guten Nachricht bringt

Denn jetzt kommen bald, sehr bald (man ist fast versucht, zu sagen: obwohl angekündigt) die beiden Quadrifoglio-Varianten für Stelvio und Giulia. Das sind jetzt keine übermäßig neuen Modelle, sozusagen, Giulia gibt es seit 2016, Stelvio seit 2017 (inklusive Facelifts), sowas handicappt natürlich. Aber immerhin wird da der sportliche Markenkern wieder getroffen, nämlich mittig: 2,9-Liter-V6-Biturbo, 520 PS, Höchstgeschwindigkeiten jenseits der 300 km/h. Das ist freilich wohl weniger wichtig als das mechanische Grundwesen inklusive dazugehöriger Tonkulisse (wenn auch, da den neuesten Abgasvorschriften entsprechend, wohl etwas gemildert. Für deutlich mehr als 200 g CO2 pro km ist freilich trotzdem gesorgt).

Die Quadrifoglios beanspruchen Rennstreckentauglichkeit dank Fahrdynamikregelung AlfaTM DNA Pro mit dem Modus RACE, Achtgang-Automatikgetriebe von ZF©, mechanischem Sperrdifferenzial AlfaTM Q2, festen Aluminium-Schaltwippen am Lenkrad, einer Hochleistungsbremsanlage von Brembo©, dem aktiven Fahrwerk AlfaTM Active Suspension sowie des aktiven Frontspoilers AlfaTM Active Front Splitter. Super, wenn man denn eine Rennstrecke hat.

In Deutschland galten die argen Modelle zuletzt geradezu als Publikumslieblinge, bei der Giulia lag deren Anteil bei 25 Prozent. Bei uns war das etwas anders, 2023 etwa wurden 66 Giulias verkauft, darunter acht Quadrifoglio. Von den 260 Stelvios waren überhaupt nur fünf mit dem bösen Kleeblatt.

Wieviel die beiden Quadrifoglios bei uns kosten werden, wird man Anfang oder Mitte März erfahren. Zuletzt waren das für den Stelvio knapp 140.000 Euro und für die Giulia nicht ganz 120.000 Euro.

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