
Silverstone lieferte Drama, jedoch ohne krönenden Abschluss: Charles Leclerc gewann den Grand Prix von Großbritannien im Ferrari, knapp vor George Russell im Mercedes und Teamkollege Lewis Hamilton, der P2 durch einen suboptimalen Boxenstopp verlor.
Offiziell trennten Leclerc und Russell nur 0,427 Sekunden, Hamilton lag weitere drei Zehntel dahinter, und zwar weil das Rennen hinter dem Safety-Car – sportlich korrekt – endete. Emotionales Highlight war das jedoch keines. Zum Glück bliebt Max Verstappen, dessen vom Auto verschuldete Abflug das Safety-Car auslöste, unverletzt. Besonders bitter: Er lag dank starker Leistung zu diesem Zeitpunkt auf P3.
Leclercs Sieg war verdient, aber nicht ohne Fortune. Kimi Antonelli hatte das Wochenende lange dominiert, holte den Sprint-Sieg, die Pole und fuhr auch die schnellste Rennrunde. In der Schlussphase fiel der WM-Leader jedoch nach einem technischen Problem und zusätzlichen Stopps zurück, eine Fünf-Sekunden-Strafe wegen Track Limits machte aus einem Platz im Punktebereich am Ende Rang 15. Russell nutzte das, kam trotz eigenem Zusatzstopp auf Platz zwei und verkürzte den WM-Rückstand auf Antonelli auf 25 Punkte.
Erster Saison-Sieg für Leclerc
Ferrari durfte sich über den ersten Saisonsieg von Leclerc und Hamiltons Podium beim Heimrennen freuen, McLaren blieb mit Lando Norris auf Rang vier knapp draußen. Stark waren auch Isack Hadjar als Fünfter im Red Bull sowie die Racing Bulls mit Liam Lawson und Arvid Lindblad auf den Plätzen sechs und sieben.
Fazit: Ferrari kann wieder Rennen gewinnen, Mercedes bleibt die konstante WM-Macht – und die Formel 1 muss sich einmal mehr fragen, wie viel Safety-Car-Protokoll ein Finale verträgt.

