
Es gab einmal eine Zeit, in der noch nicht jede Mehlspeisköchin unausgesetzt in der Weltgeschichte herumgereist ist. Vorstehendes stammt von Heimito von Doderer, wir haben gerade vergessen, wo genau es steht. Aber es steht irgendwo. Geschrieben wurde es auf jeden Fall vor 1966 (seinem Todesjahr), und da bezog es sich schon auf die Vergangenheit.
Heute ist jeder Zug längst abgefahren, jedes Flugzeug platzt vor Handgepäck und Leuten, die sich beim Aufstehen an der Lehne des Vordermanns hochziehen, jedes Auto macht sich bereit zum Anstellen auf der Tauernautobahn oder der Engstelle vor Gleisdorf.
Der Urlaub ganz woanders als dort, wo man wohnt, ist Grundrecht, so wie das Recht auf ein faires Verfahren oder die Unverletzlichkeit des Eigentums.
Hat man gedacht.
Und jetzt kommen die Treibstoffpreise dazwischen (zuvor war schon Corona so frech), und scheinen die Sommersaison 2026 wenn schon nicht abzusagen, so doch zu verregnen, quasi.
Weil den Leuten wird das alles zu teuer
Eine aktuelle Umfrage von AutoScout24 hat herausgefunden, dass, wie es heißt, der Urlaub zur Kostenfrage wird. Drei Viertel der befragten Österreicherinnen und Österreicher passen ihre Urlaubspläne an die höheren Kosten für Mobilität an. 12 Prozent wollen aus Kostengründe ganz auf den Urlaub verzichten, oder eigentlich: aufs Fortfliegen oder -Fahren.
So mancher will oder muss auf das Flugzeug verzichten, da auch dort die Preiserhöhungen ankommen. Um 19 Euro nach Mykonos spielt es nicht mehr so leicht: Insgesamt haben 20 Prozent angegeben, preiswertere oder näher gelegene Reiseziele zu wählen. 18 Prozent, die eigentlich vorhatten, mit dem Flugzeug das große Urlaubsglück zu suchen, wollen das nun mit dem Auto tun. 13 Prozent nehmen sowieso das Auto, wollen aber auch da sparen (Vöcklabruck statt Insel Krk).
