
Der Mensch träumt vom Fliegen, wir von diesem einen letzten Herbsttag im Mercedes 300 SL. Ein paar Erinnerungen.
Mythos Flügeltürer: Begegnung und erste Annäherung
Da steht der Flügeltürer. Dieser Name, er geht leicht von den Lippen, weil tausendmal ausgesprochen und noch öfter gehört. Manche Autos waren und sind immer gegenwärtig, haben Legendenstatus. Es gibt Leute, die sagen: „Never meet your heroes.“ Ehrlicherweise war es auch reiner Zufall, dass es zu dieser Begegnung überhaupt gekommen ist. Etwas im Abseits an einem schattigen Platzerl stand er, man kam ins Gespräch. Heute gehen wir aber einen Schritt weiter, wir haben uns getraut, nach einer gemeinsamen Ausfahrt zu fragen. Ob es eine gute Idee war, sich diesem Mythos zu nähern, wird am Ende des Tages hoffentlich geklärt sein.
Die Auseinandersetzung mit dem Flügeltürer beginnt aber eigentlich mit einer ganz anderen Frage, nämlich: Wie steigt man in dieses Auto korrekt ein, ohne irgendwas hinzumachen? Man öffnet die Tür, indem man etwas umständlich die versenkten Griffe herauszieht. Sie schwingt auf und man führt sie, bis sie oben ansteht. Man setzt sich hinein, wie in einen Rennwagen. Fahrerseitig würde das wie folgt aussehen: rechter Fuß in den Pedalraum, man rutscht mit dem Hinterteil in den Sitz, das linke Bein bleibt draußen, wird dann gehoben und angewinkelt, anschließend mit der linken Hand über die Schwelle geführt. Diese ist beledert, und würde man sie mit der Sohle streifen, könnte man sie etwas beschädigen.
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