Der ID. Polo soll alles vergessen machen, was bisher war: ein Kennenlernen des ersten elektrischen Kleinwagens von VW.
VW startet mit dem ID. Polo einen neuen Elektro-Anlauf
VW wagt mit dem ID. Polo einen Neustart beim Thema Elektroauto. Nach ersten Fehltritten setzt man nun auf eine Rückbesinnung auf alte Stärken: kompakte Bauweise, Frontantrieb, Funktionalität. Der ID. Polo wurde von Grund auf neu entwickelt – auf einem sprichwörtlich weißen Blatt Papier. Wie der eng verwandte Cupra Raval (siehe Seite 52) fährt er im Gegensatz zu bisherigen E-Modellen mit Vorderradantrieb. Das klassische Kleinwagenkonzept erlebt ein elektrisches Revival: Technik im Vorderwagen und Unterboden, großzügiger Kofferraum mit bis zu 435 Litern Volumen – mehr als beim aktuellen Golf 8. Der Radstand liegt zwischen dem des Golf 7 und 8.
Vier Leistungsstufen, zwei Akkugrößen und ein GTI in Planung
VW plant vier Leistungsstufen: 116, 135, 211 PS – sowie einen späteren GTI mit 226 PS und mechanischem Sperrdifferenzial. Die beiden schwächeren Versionen erhalten eine 37-kWh-LFP-Batterie mit bis zu 300 Kilometern Reichweite und 90 kW Ladeleistung. Die stärkeren Varianten setzen auf einen 52-kWh-Akku, der Schnellladen mit bis zu 130 kW erlaubt und Reichweiten von bis zu 450 Kilometern ermöglichen soll. Die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent liegt in allen Fällen unter 30 Minuten – ein alltagstauglicher Wert für ein Fahrzeug dieser Klasse.
Erste Eindrücke: solide Technik, hoher Komfort, gute Verarbeitung
Die ersten Eindrücke beim Probesitzen und Fahren zeigen ein durchdachtes Fahrzeug: solide, komfortabel, bewusst zurückhaltend in der Charakteristik – angenehm unaufgeregt. Die Lenkung wirkt feinfühlig, aber nicht übertrieben direkt, die Bremsen solide. Geräuschdämmung, Materialauswahl und Verarbeitung überzeugen. Besonders positiv fallen liebevolle Details und die freundliche Innenraumgestaltung auf. Diese Qualitäten sollen auch in der Einstiegsversion ab 25.000 Euro spürbar sein.
Zusammenfassung
Was wir mögen
Dass hier ein VW steht, wie man ihn sich vorstellt: klassenlos, harmonisch, praktisch.
Was uns fehlt
Eine realistische Einschätzung, wie es sich mit der Praxis. Reichweite verhalten wird.
Was uns überrascht
Keine Touchslider, echte Knöpfe und Drehregler, kein Billigplastik, riesiger Kofferraum.
Die Konkurrenz
Cupra Raval, eh klar. Und alle weiteren E-Kleinwagen, so wie Opel Corsa und Renault 4.
Diese Neuvorstellung ist in autorevue 1/2 2026 erschienen.

