Aston Martin und Brough Superior bringen erstmals ein gemeinsam entwickeltes Motorrad mit Straßenzulassung. Die AMB 002 Roadster leistet 132 PS, wiegt 190 Kilogramm und wird auf 300 Exemplare limitiert.
Erstes gemeinsames Straßenmotorrad
Aston Martin und Brough Superior erweitern ihre Zusammenarbeit um das erste gemeinsam entwickelte Motorrad mit Straßenzulassung. Die neue AMB 002 Roadster folgt auf die ausschließlich für die Rennstrecke konzipierten AMB 001 und AMB 001 Pro, die 2019 beziehungsweise 2022 vorgestellt wurden.
Die Stückzahl ist auf 300 Exemplare begrenzt. Vorbestellungen werden bereits angenommen, die ersten Auslieferungen sollen im dritten Quartal 2027 beginnen. Einen Preis nennt Aston Martin in der Presseinformation noch nicht.
Neuer V2 mit 132 PS
Herzstück der AMB 002 ist ein neu entwickelter, wassergekühlter 1083-Kubikzentimeter-V2-Viertaktmotor. Er leistet 132 PS und liefert 110 Nm Drehmoment. Entwickelt, gefertigt und montiert wird das Aggregat am Brough-Superior-Standort in Toulouse.
Das Motorgehäuse wird aus einem massiven Rohling gefräst. Auch der Rahmen fällt ungewöhnlich aus: Ein aus dem Vollen gefrästes Titan-Bauteil bildet das zentrale Rückgrat der Konstruktion und wiegt laut Hersteller lediglich fünf Kilogramm.
Das gesamte Motorrad soll 190 Kilogramm wiegen. Aston und Brough Superior geben zudem eine Gewichtsverteilung von 50:50 an.
Fior-Vorderradführung statt Teleskopgabel
Eine technische Besonderheit ist die von Brough Superior bekannte Doppelquerlenker-Vorderradführung mit Fior-System. Sie trennt Lenk- und Bremskräfte stärker voneinander als eine klassische Teleskopgabel und soll die Geometrie des Vorderrads beim Bremsen weitgehend konstant halten.
Beim Verzögern taucht die Front deshalb laut Hersteller nicht in herkömmlicher Weise ein. Das Konzept wurde aus dem System der AMB 001 Pro weiterentwickelt und soll vor allem beim Bremsen in Schräglage für zusätzliche Stabilität sorgen.
Aston-Martin-Design auf zwei Rädern
Die optische Gestaltung stammt vom Aston Martin Design Studio. Tank und Verkleidung bestehen aus Carbonfaser, dazu kommen mehrere bewusst aus der Automobilwelt übernommene Details.
Die seitliche Zierleiste zitiert beispielsweise das Design der Marke. Die beiden ovalen Auspuffendrohre erinnern laut Hersteller an Vanquish, DB12 S und DBX S, während sich die Gestaltung der Rückleuchten an Vulcan, Valkyrie und Valhalla orientiert. Hinzu kommen unter anderem Keyless-Funktion, beleuchteter Startknopf und handgefertigte Sitzpolster aus Leder.
Wie schon bei den bisherigen gemeinsamen Motorrädern setzt die Kooperation auf Kleinserie statt großer Stückzahlen. Von der AMB 002 sollen ab 2027 300 individuell gefertigte Exemplare entstehen.
Die Größenordnung liegt damit allerdings deutlich über den Vorgängern: Die AMB 001 war auf 100 Stück limitiert, die AMB 001 Pro auf maximal 88.

