Dacia Duster Hybrid im Test: 140 PS, Allrad und ein Preis, der überrascht

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Datsch und Gust von rinks und lechz: Während im richtigen Leben oft alles durcheinanderkommt, ist beim Duster noch immer alles senkrecht. Auch mit einem Elektromotörchen.

Test Dacia Duster Hybrid

Antrieb: Der Duster Mild-Hybrid kombiniert einen 140-PS-Benziner mit 48-Volt-System, Allradantrieb und 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Der WLTP-Wert liegt bei 5,8 Litern.
Geländefokus: Allradfunktionen, Böschungswinkel, Wattiefe und robuste Verkleidungen unterstreichen den Anspruch des Duster, als Geländewagen statt als klassisches SUV wahrgenommen zu werden.
Preis & Langstrecke: Das Testauto kostet mit Extras 31.438 Euro. Auf der Strecke Wien–Salzburg–Wien überzeugt der Duster mit Ruhe und Langstreckentauglichkeit.

Mehr Leistung und Allradantrieb

Es gibt Fortschritte, zumindest auf dem Papier. So hatten wir 2024 einen Duster Mild-Hybrid mit dem gleichen Motor, wie ihn das Auto in dieser Geschichte hat, und ebenfalls Unterstützung durch ein Mild-Hybrid-System, aber mit nur 131 PS. WLTP damals: 6,1 Liter. Jetzt haben wir 140 PS und einen WLTP-Wert von 5,8 Litern. Schon klar, das ist eh alles nur rechnerisch und im Mikrobereich, aber es hätte ja auch mehr werden können.

Wir befinden uns in Generation drei des Dacia Duster. Vergangenen Herbst erfuhr das Modell diverse Neuerungen im Motorenbereich, der oben erwähnte 131-PS- Mild-Hybrid leistet jetzt 140 PS (nur der Benziner, der Elektrogenerator spendet weitere 14 PS), neu eingeführt wurde unsere Version hier in folgender Zusammenstellung: Der eben erwähnte 140-PS-Benziner, 48-Volt-Mild-Hybrid-System, Allradantrieb. Letzteren gibt es nur mit dieser Motorisierung, außerdem nur mit 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, welches die erwachsene Art ist, die Kraft zu sortieren. Selberschalten im Duster ist Kinderkram.

Der Mild-Hybrid hier kann etwas mehr, als Mild-Hybride früher konnten. Das heißt: Es werden merkbare Strecken rein elektrisch zurückgelegt, wobei man schon fünf Meter bemerkt. Ein bissl lautlos in der Tiefgarage, beim Anfahren, so Sachen. Den Verbrauch drückt das alles nur sehr mäßig, man muss sich das durch entsprechende Fahrweise selber richten. Insgesamt bleibt der Verbrauch sowieso bescheiden, man wurmisiert so im 5-Liter-Bereich herum.

Robustheit statt SUV-Attitüde

Der Duster will als Geländewagen wahrgenommen werden, nicht als SUV. Wir lernen von Böschungswinkel und Wattiefe, haben ein Drehrad auf der Mittelkonsole für die Diff-Sperre, Schneefahrbahn, Bergabfahrprogramm. Der Durchschnittskunde, der vermutlich 99,9 Prozent ausmacht, wird dieses Drehrad beim Kauf auf „Auto“ vorfinden und es so belassen.

Es ist aber durchaus denkbar, dass der eine oder andere Waidmann oder Bezirksförster zugreift. Der Duster ist auch vom Psychologischen her als Geländeauto geeignet. Es ist nämlich nicht so, dass man beim erstbesten kleinen Depscher sich gleich am nächsten Baum aufhängt, wie man das wohl tun wird, passiert einem sowas bei einem Range Rover. Schon weil dort die Reparatur endgültig ruinös wäre. Die Farbe Khaki- Grün kostet 704 Euro und wird im jagdlichen Anwendungsbereich unvermeidbar sein, ebenso die Kofferraumwanne, die Teil des Reise-Zusatzpakets ist, welches mitsamt Dachbox und Dachträger allerdings 749 Euro kostet.

Der Duster vermittelt Robustheit: Der untere Bereich und die Radkästen sind mit Plastikplanken geschützt. Innen ist alles ein bisschen klobig, aber auf die Art, die Geborgenheit vermittelt auf der Basis von: Das hier ist kein Pussycat-Auto, sondern eine kleine Festung für stürmische Zeiten. Auf den Gummifußmatten, die Gatsch, Dreck, Schnee, Wasser abkönnen, rutscht man bei Ledersohlen allerdings mit dem Absatz herum.

Viel Ausstattung für rund 31.000 Euro

Ehrlichkeit ist ein zentrales Stichwort hier. Man bekommt, wofür man bezahlt, und das ist – im Kontext – nicht viel: Unser Auto kam mit ein paar Extras (Lackierung, Multi- View-Kamera, Winterpaket) auf 31.438 Euro, knapp 2.000 Euro über dem Grundpreis, der aber in der Duster-Range die Spitze darstellt: mit wohlgefüllter Ausstattungsliste.

Als geneigte Baumflüsterer belästigten wir natürlich nicht das Gelände, schnupften aber Wien-Salzburg-Wien im Stück auf und erfreuten uns hörbuchtauglicher Ruhe im Auto. Der Duster, ein Langstreckenläufer. Wieder was gelernt.

Zusammenfassung

Daten & Ausstattung

Dieser Test ist in autorevue 10/2026 erschienen.

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