Der meistverkaufte Mercedes geht jetzt ins Elektrische hinein als eigenständige Baureihe. Den Verbrenner-GLC gibt’s weiterhin.
Überblick
Markenidentität und Marktdruck: Mercedes zwischen Premium und Breite
Mancherorts wird beklagt, dass Mercedes als Marke etwas durcheinandergekommen ist. Vor kurzem noch alles auf Premium, dann Rückzug, doch wieder auf die Breite der Gesellschaft und Kompaktheit der Autos. Gleichzeitig will man die noch vorhandene alte Kundschaft nicht verschrecken und die neue nicht langweilen. Vor allem die in China nicht, aber die bricht sowieso ein bissl weg, minus 20 Prozent im Vorjahr. Mit so manchem Quatsch will man sie zurückgewinnen, Selfiekamera im Auto, beleuchteter Stern am Auto, Sachen, bei denen dem klassischen Daimlerkunden der Homburger Hut hochgeht. Was Mercedes auf keinen Fall auch nur mikroskopisch einem Zweifel aussetzen darf, ist die Tatsache, dass die besten Autos zu bauen sind, weil dann wäre alles verloren. Das ist auch noch nie passiert. Und jetzt schon gar nicht. Denn während es heißt, die Chinesen bauen die innovativsten Elektroautos, bauen die Deutschen in Wahrheit mindestens gleich gute (das lassen sie sich auch was kosten, wie zum Teil verheerende Gewinnzahlen zeigen). Der GLC kommt von der Siegerstraße her eingebogen. Weltweit erfolgreichstes Mercedes-Modell, in Österreich im Vorjahr mit 2.503 Zulassungen doppelt so stark wie Platz zwei, GLA mit 1.279 Stück. Es wurden auch mehr GLCs verkauft als BMW X3, obwohl BMW insgesamt vorne ist. Der GLC wurde also auf maximal viele Schnittpunkte hinkonzipiert.
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