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NEU – Bentley Continental GT S und GTC S (Convertible), neuer Bentayga Speed und Flying Spur: Kein W12-Triebwerk mehr im Programm, aber V8 Hybridpower, gerne mit Akra-Sound aus vollen Rohren!

Bentley hat eigentlich nur Topmodelle im Programm. Continental GT und Ableger, Bentayga und Varianten, und den Flying Spur, der die Agenden der Bentley-Luxuslimousinen übernimmt. Dann gibt es noch die Bespoke-Überflieger Bacalar (offen), den limitierten Sehnsuchtsbentley Batur und den alleinstehenden Pur Sang namens Supersports.

Die Continental GTS und GTC (Convertible) S werden jetzt in Generation vier mit dem Ultra-Performance 4,0-Liter-V8-Motor mit Doppelturboaufladung und neuem Hybridantrieb angeboten. Samt Performance Active Chassis, das bislang nur für GT-Speed- und GT-Mulliner-Modelle erhältlich war, ergibt sich eine gegenüber dem Vormodell um 130 PS gesteigerte Top-Leistung von 680 PS (930 Nm): 3,5 sec 0–100, Topspeed 306 km/h. Damit lässt sich der Verlust des berühmten W12-Triebwerks leichter verschmerzen. Zumal man jetzt bis 80 km weit elektrisch rollen kann. Allradantrieb, Allradlenkung obligat.

Das S kehrt auch zum aufgefrischten Flying Spur zurück (20 Prozent mehr Leistung als zuvor), ebenso die Einzelscheinwerfer, und zwar erstmals in einer Bentley-Limousine seit 1962, was im Bentley-Kontext eh nicht so lange her ist.

Im Bentayga Speed als neuem Top-of-the-Line-SUV erfreut man sich an 650 PS aus dem Twin-Turbo V8, gut für 310 km/h und 3,4 sec für 0–100 km/h. Auch hier: 23-Zoll-Felgen, Carbon-Keramik-Bremsen. Ein neuer Sportmodus profitiert von erhöhter Chassis-Steifigkeit, desgleichen das neu abgestimmte ESC mit Launch-Control. Diese nicht anzuwenden wurden wir aber bei der Präsentation am Ascari-Racetrack in Andalusien gebeten. Allerdings, auf unseren mitleidigen Einwand, dass die Reifen hier extrem kurvenmalträtiert würden, kam die knappe Antwort des Bentley-Technikers: „Sie haben es sich so ausgesucht, Reifen zu werden.“ Und dann, leise: „Sie können ruhig das ESC ausschalten. Dann haben Sie mehr Spaß in den Kurven“.

Schließlich sollte man sich daran erinnern, dass Bentleys immer schon Renntiere waren, von Ettore Bugatti nicht unpassend tituliert als „schnellste Lastwagen der Welt“. Und heute, wo jedes bessere Elektro-SUV schon über zweieinhalb Tonnen wiegt, der Taycan-Sportwagen kaum darunter, ist das Gewicht fast kein Thema mehr. autorevue-Spezialempfehlung: Danach die entspannte Cabriovariante durchs Gebirge führen, natürlich bei geschlossenem Dach, zwecks Understatement und Hitzschlagvermeidung.

Alarmierender Aufgesang in neue Zeiten, die sich bei Bentley ankündigen, ist folgende käuferschichtverjüngende Maßnahme: Aufnahme des Knall-und-Schall-Rennsport-Auspuff-Nachrüsters Akrapovic in den Bentley Sonderbestellmodus.

Unglaublich, wie ein bedingt sexy Produkt, das man bislang den Old Schoolers Remus, Fox und Sebring überlassen hatte, zur hippen Luxury-Tröte mutieren konnte. Diese Auspuffkonstruktionen, meist aus einem Rohr gezogen, sind faszinierende Hightech-Teile, und alles in allem war das ein cleverer Schachzug, sich der Fanfaren aus Ivančna Gorica zu versichern.

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