
Nämlich: die Wiederkehr des V8. Oder dessen Weiterverwendung weit in die Zukunft hinein, zum Beispiel und aktuell auch ganz konkret im Jeep Gladiator 392.
So also gerade angekündigt von Jeep-Chef Bob Broderdorf (seit Februar) bei einer dieser Jeep-Veranstaltungen in den USA, wo die Steaks Pittsburgh-Style sind und das Bier nicht aus wird. Da fielen Sätze wie: „Die Leute wollen Wahlmöglichkeiten“, also Klassiker der Anti-Elektrobewegung. Gladiator 392, die Zahl steht für den Hubraum: 392 Kubik-Inch sind 6,4 Liter, eine Zahl, die wir kaum noch ermessen können in diesem Zusammenhang. Das Modell hätte schon im Vorjahr auslaufen sollen – Jeep gehört zu Stellantis, und da ist der absolute Zug zum reinen BEV-Konzern Gesetz, vorerst noch.
Was hat sich geändert?
Geändert hat sich, dass irgendwie der Eindruck da ist, die Elektrozinnsoldaten stehen nicht mehr so sicher wie noch vor kurzem. Da und dort hört man, dass der Verbrenner noch nicht ausgereizt sei, dass sich zumindest der Zeitpunkt, in dem man ganz elektrisch sein will, verschieben wird. Siehe Porsche. Man kann das verstehen vor dem Hintergrund, dass sich die BEVs nach wie vor nicht toll verkaufen in absoluten Zahlen, und fulminante Steigerungen machen nur in den Pressemitteilungen richtig Wind. Es wird kein Geld verdient, nur ausgegeben.
Der V8 soll in mehreren Jeep-Modellen Verwendung finden, dürfte auch in den Grand Cherokee zurückkehren. Eine Trendwende ist das wohl nicht. Und auch nicht global angelegt. Immerhin, die Elektro-Apologeten dürfen sich ein bisl ärgern. Müssen sie aber nicht. Am Ende werden sie sich durchgesetzt haben. Auch wenn, wie gestern im Standard zu lesen, mehr als einem Viertel der Österreicher der Klimaschutz schon zu weit geht, und diese Zahl im Steigen begriffen ist.

