Freelander wird selbständig

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Beziehungsweise: Nur fast, denn ohne Land Rover wird's auch in Zukunft nicht gehen, aber ohne Chery auch nicht. Richtig, die beiden Marken sprechen von einem Joint Venture.

Man ahnt als geübter Beobachter internationaler Verflechtungen der Autohersteller: Chery wird die Technik beisteuern, von Land Rover soll das Design kommen, und tatsächlich: Auf den Fotos sieht man ein Automobil, das besonders vorne und heckamts an den 1997 präsentierten, ersten Land Rover Freelander erinnert.

Wer soeben in Abu Dhabi weilt (konkret: im dortigen Emirates Palace Mandarin Oriental), kann schon mehr sagen, denn dort wird heute Freelanders Global Brand Launch zelebriert. (Österreich und Abu Dhabi liegen zwei Stunden Zeitunterschied auseinander, da hilft's jetzt, beim Lesen des Newsletters, auch nicht viel, sofort aufzubrechen.) Interessant wird natürlich die innere Gestaltung des Freelander, denn wer auch innen an Britisches Nationalheiligtum erinnern will, der kommt um Leder und Holz und feinstes Tuch nicht herum.

Das Britische des Freelander ...

... wird freilich von der Marke unbeirrbar betont – wer sich als British Premium Intelligent All-Terrain Brand tituliert, hängt die Erwartungen in lichte Höhen, das Chinesische wird da allerdings flächendeckend verschwiegen. So wüsste man natürlich gerne, ob die Bedienlogik verquastelt chinesisch sein wird, Spiegelverstellung im dritten Untermenü statt an einem blind zu ertastenden Knopferl, zum Beispiel. Bis man bei uns in Österreich nach Knopferln tasten (und vielleicht keines davon erwischen) wird, wird allerdings ziemlich viel Zeit verstreichen: Freelander startet zuerst in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Rest der Welt (also der zahlkräftigen Welt, man wird kein immens schlankes Preiszetterl dran sehen) kommt dann schrittweise dran.

Der erste Freelander der neuen Zeitrechnung ...

... wird der Freelander 8 sein, was jetzt nicht unbedingt den Schluss zulässt, dass noch sieben kleinere Modelle zu erwarten sind. Der 8 soll 5,1 Meter messen, was man dazusagen muss, denn auf den Fotos beim Durchpflügen der Wüste oder in einer Art Arena mit Stufen (eher nicht von jener Höhe, die die österreichische Bauordnung vorschreibt) drumherum kann man's schwer abschätzen. Was sonst schon bekannt ist: Elektro- oder Hybridantrieb oder eine Version mit Range Extender sind geplant, der Elektriker kommt mit 800 Volt, Laden soll mit bis zu 360 kW möglich sein, in Europa sind Preise rund um 50.000 Euro angepeilt.

Freelander wendet sich an freiheitsliebende Menschen, sagt die Marke, aber noch hat niemand gesagt, wann jene in Österreich dran sein werden. Was Land Rover ohne Chery in den letzten Jahren ersonnen hat, sieht man hier.

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