
Baku bleibt Baku: Mauern nah, Wind unberechenbar, Fehler teuer. George Russell gewann den Grand Prix von Aserbaidschan 2026 für Mercedes vor Max Verstappen und Isack Hadjar – aber erst nach einem Finale, das deutlich enger wurde, als es lange ausgesehen hatte.
Russell startete von der Pole und führte das Rennen über weite Strecken kontrolliert an, musste sich in den letzten Runden aber gegen Verstappen wehren. Im Ziel trennten die beiden nur 0,196 Sekunden.
Für Red Bull war es dennoch ein starkes Wochenende. Verstappen kam nach Qualifying-Problemen noch auf Platz zwei, Hadjar holte bei seinem Comeback Rang drei und damit ein weiteres Podium für Red Bull. Ferrari blieb solide, aber nicht zwingend: Charles Leclerc wurde Vierter, Lewis Hamilton Sechster.
Antonelli mit gelungener Schadensbegrenzung
Der eigentliche Schadensbegrenzer des Tages hieß Kimi Antonelli. Der WM-Leader hatte sich im Qualifying mit einem Crash selbst auf Startplatz 16 gestellt, kämpfte sich im Rennen aber bis auf Platz fünf vor. Damit verlor er zwar Punkte auf Russell, hielt den Abstand in der WM aber bei 66 Zählern. Nach den jüngsten Aufholjagden ist auch das ein Befund: Selbst an schlechten Wochenenden nimmt Antonelli noch etwas mit.
McLaren dagegen erwischte ein Rennen zum Vergessen. Lando Norris wurde abgeschossen, Oscar Piastri fiel nach einem Fehler aus den Punkterängen und wurde nur Dreizehnter. Punkte gab es noch für Arvid Lindblad, Esteban Ocon, Oliver Bearman und Carlos Sainz.

