Das Ende des Hochofens

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Die Eisen- und Stahlherstellung gilt nach der Batterieerzeugung und dem Fahrbetrieb als größter Verursacher von Treibhausgas beim Personenwagen. Auch hier ist die Reduktion des CO2-Ausstoßes eine globale Herausforderung.

CO2-Bilanz beim Auto: Warum auch die Stahlproduktion zählt

Bei einer gesamthaften Betrachtung von Treibhausgasbilanzen fällt eines auf: Wir diskutieren gerne über den Wirkungsgrad des Verbrennungsmotors und des Elektroantriebs, und wir reden von der gewaltigen Rohstoffmenge und dem hohen Energieaufwand, den die Herstellung der Antriebsbatterie erfordert. Doch wir übersehen gerne den Rest des Autos. So weist ein vielfältig einsetzbares Auto eine Masse von etwa 1500 kg auf, handelt es sich um ein vergleichbares mit Elektroantrieb, kommen noch etwa 500 kg für die Antriebsbatterie dazu. Und die Crux dabei: An die 800 kg der 1500 kg bestehen aus Eisen und Stahl. Genauer aufgedröselt, weiß das unser Umweltbundesamt1): 700 kg Stahl, 75 kg Eisen, 200 kg Aluminium, 200 kg Kunststoffe und 70 kg Flüssigkeiten. Der Rest entfällt auf Gummi, Glas, Kupfer und diverse andere Materialien wie Lacke, Leder etc.

Das führt dazu, dass ein Auto bereits bei seiner Herstellung für rund 10 Tonnen CO2 verantwortlich ist. Benziner und Elektroauto sind da ziemlich gleichauf. Denn was das Elektroauto weniger bewegliche Teile hat, benötigt der Elektroantrieb mehr an edlen Werkstoffen (Diesel und Plug-in-Hy-brid liegen aufgrund ihrer technischen Komplexität etwas höher). Dazu kommt aber beim Elektroantrieb ein erheblicher Rucksack an Treibhausgasen für spezielle Elektrotechnik und Batterien in der Größenordnung von 7 Tonnen CO2.

Zur Einordnung in das Ganze: Im Betrieb fallen bei einem fossil betriebenen Fahrzeug über den Lebens-zyklus aus den Kraftstoffen noch etwa 50 Tonnen CO2 an. Bei einem Elektroauto ergeben sich je nach realem Strommix zwischen 10 und 20 Tonnen für den Fahrbetrieb. Gegen null kann das erst gehen, wenn ausschließlich Grünstrom im Netz fließt. Das sind natürlich nur grobe Anhaltspunkte.

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