
Wenn das Problem zur Lösung wird: Mazda möchte nicht nur den Kohlendioxid-Ausstoß durch ein neues CO2-Abscheideverfahren drastisch reduzieren, sondern gleich das ganze Abgas sauberer machen als die Umgebungsluft. Ein sportliches Ziel, und sicher ist bisher nur eines: Das wird ein Elektroauto nie können.
Mazda testet CO2-Abscheidung im Verbrennungsmotor
Auch für einen erfolgreichen und bekanntermaßen kreativen Fahrzeug- und Motorenhersteller ist die Sache klar: Das Problem mit dem CO2-Ausstoß von Verbrennungsmotoren muss gelöst werden, und zwar schnell. Und Mazda bietet noch viel mehr. In der Gesamtbilanz könnte man es sogar schaffen, mehr CO2 aus der Luft zu nehmen als bei der Verbrennung entsteht. Autofahren als aktiver Beitrag zu Rettung vor der Klimakatastrophe? Und dies ausgerechnet unter Zuhilfenahme des Verbrennungsmotors?
Lassen wir zuerst einmal Mazda selbst zu Wort kommen. In der jüngsten Aussendung zum Thema hieß es: „Das innovative System nutzt eine poröse Zeolith-Struktur, um CO2 aus dem Abgas abzuscheiden. Dabei kommen zwei parallele Stränge mit je einem Gebläse und einem CO2-Abscheider zum Einsatz. Die Gebläse zweigen abwechselnd einen Teil der Motorabgase ab, führen diese durch einen Entfeuchter und anschließend durch einen CO2-Abscheider auf Zeolith-Basis. Ist einer der CO2-Abscheider vollständig gefüllt, wechselt das System auf den anderen. Die CO2-reduzierten Abgase werden anschließend zurück in den Auspuff geleitet. Der jeweils gefüllte Abscheider wird erhitzt, wodurch das gespeicherte CO2 wieder freigesetzt wird. Dieses wird in einem im Fahrzeug untergebrachten Tank, der ebenfalls Zeolith enthält, chemisch gebunden.“
Das Ganze nennt man „Mazda Mobile Carbon Capture“-Technologie. Diesen Prozess im dynamischen Betrieb eines Fahrzeugs problemlos ablaufen zu lassen, stellt zweifellos eine enorme technische Herausforderung dar. Doch Mazda hat die Funktionstüchtigkeit bereits im vergangenen November unter Rennbedingungen unter Beweis gestellt, bei einem Vierstundenrennen in Japan. Fazit: Funktioniert, aber jetzt gilt es erst einmal, die Abscheidungsrate zu verbessern. Das Ganze wurde an einem Diesel-Fahrzeug mit HVO100 durchgeführt, einem von vornherein klimafreundlichen synthetischen Kraftstoff (siehe Report in der autorevue 4/5 2025).
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