Das formidable SUV zum noch formidableren viertürigen Coupé steht vor der Tür – ausgeliefert wird ab Anfang Oktober. In Österreich beginnen die Preise bei 57.990 Euro.
Mehr Stauraum und eine konventionelle Heckscheibe
Der Polestar 4 SUV übernimmt wesentliche Designmerkmale des 4 Coupé, darunter die Dual-Blade-Scheinwerfer, erhält aber eine geradere Dachlinie und eine aufrechter stehende Heckklappe. Anders als das Coupé besitzt der SUV eine Heckscheibe und serienmäßig einen konventionellen Innenspiegel; der digitale Rückspiegel bleibt optional. Die geänderte Karosserie bringt in der zweiten Reihe 2,5 Zentimeter zusätzliche Kopffreiheit. Das serienmäßige Panoramaglasdach bietet laut Hersteller 99,5 Prozent UV-Schutz, optional gibt es eine elektrochrom dimmbare Ausführung. Der hintere Gepäckraum fasst 530 Liter bis zur Oberkante der Rücksitzlehnen beziehungsweise 655 Liter bis zum Dach. Bei umgeklappter 60:40-Rückbank sind es 1.665 Liter; einschließlich des vorderen Stauraums nennt Polestar insgesamt 1.680 Liter. Die Dachreling ist für eine dynamische Last von 100 Kilogramm ausgelegt. Im Cockpit erhält das Zentraldisplay neun statt sechs Widget-Schnellzugriffe. Optional stehen ein Harman-Kardon-System mit zwölf Lautsprechern und 1.400-Watt-Verstärker sowie verschiedene Polsterungen zur Verfügung. MicroTech verwendet einen Träger aus vollständig recyceltem PET, Tailored Knit besteht zu 89 Prozent aus recyceltem PET. Neu sind außerdem die Außenfarben Aurora und Ozone Matte.
Zwei Antriebe, 100-kWh-Akku und bis zu 630 Kilometer WLTP
Technische Basis ist wie beim Polestar 4 Coupé die SEA-Architektur. Der Rear Motor leistet 200 kW (272 PS) und 343 Nm. Für den Sprint auf 100 km/h nennt Polestar 7,3 Sekunden, die WLTP-Reichweite beträgt bis zu 630 Kilometer. Der Dual Motor mit Allradantrieb kommt auf 400 kW (544 PS) und 686 Nm, erreicht Tempo 100 in 3,9 Sekunden und soll nach WLTP bis zu 600 Kilometer zurücklegen. Beide Versionen besitzen eine 100-kWh-Batterie und laden mit maximal 200 kW Gleichstrom; in Österreich sind mit Wechselstrom bis zu 22 kW möglich. Das Fahrwerk orientiert sich an der überarbeiteten Abstimmung des Polestar 4 Coupé. Für die Dual-Motor-Version steht zudem ein Performance-Paket mit neu abgestimmten aktiven ZF-Dämpfern, Brembo-Bremsanlage und 22-Zoll-Rädern mit Pirelli-P-Zero-Reifen bereit. Unterschiede zwischen den Antrieben gibt es auch im Innenraum: Beim Rear Motor sind Sicherheitsgurte und Drehregler schwarz, beim Dual Motor tragen sie goldene Akzente. Das Performance-Paket kombiniert beide Elemente vollständig in „Swedish Gold“.
V2L, Camping-Modus und Preise ab 57.990 Euro
Neu beziehungsweise für die gesamte Polestar-4-Baureihe vorgesehen ist Vehicle-to-Load. Über einen separat erhältlichen Adapter können externe Verbraucher einphasig mit bis zu 3,3 kW bei 230 Volt und 16 Ampere aus der Hochvoltbatterie versorgt werden. Der Mindestladestand lässt sich im Zentraldisplay festlegen. Im SUV ergänzt Polestar dies um einen Camping-Modus, der im Stand unter anderem Zugriff auf Klimatisierung, Entertainment und Ambientebeleuchtung ermöglicht; USB-C-Anschlüsse und eine 12-Volt-Steckdose stehen ebenfalls zur Verfügung. Google Gemini soll zudem schrittweise den Google Assistant ersetzen und mehrstufige Sprachdialoge sowie über Gemini Live unter anderem Reiseplanung und Echtzeitübersetzungen ermöglichen. Beim CO₂-Fußabdruck von der Rohstoffgewinnung bis zum Werkstor nennt Polestar 20,2 tCO₂e für den Rear Motor und 21,1 tCO₂e für den Dual Motor. Unter anderem werden die Batteriezellen mit erneuerbarem Strom gefertigt; 34 Prozent des Aluminiums stammen laut Hersteller aus mit erneuerbarer Energie betriebenen Schmelzwerken, weitere 23 Prozent sind recycelt. Produziert wird seit dem zweiten Quartal 2026 in Busan, die ersten Auslieferungen sind für das vierte Quartal vorgesehen. In Österreich kostet der Rear Motor ab 57.990 Euro, der Dual Motor ab 63.990 Euro und die Variante mit Performance-Paket ab 74.390 Euro.

