Bovensiepen erweitert sein Modellprogramm um einen klassischen zweisitzigen Roadster. Der Spider kombiniert einen 435 PS starken Reihensechszylinder mit Hinterradantrieb, Achtgang-Automatik und einem DIN-Leergewicht von 1.585 Kilogramm. Gebaut werden lediglich 99 Exemplare, die ersten Auslieferungen sind für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Überblick
Klassische Roadster-Proportionen
Mit dem Spider bringt Bovensiepen sein drittes Modell auf den Markt und setzt auf ein inzwischen selten gewordenes Konzept: einen kompakten, zweisitzigen Roadster mit Frontmotor. Die 4,33 Meter lange, 1,86 Meter breite und 1,30 Meter hohe Karosserie (auf Basis des BMW Z4) folgt mit langer Motorhaube, weit hinten positioniertem Cockpit und kurzen Überhängen klassischen Sportwagen-Proportionen. Das Exterieur entstand wie beim Bovensiepen 05 GT gemeinsam mit Frank Stephenson Design. Zu den Merkmalen gehören ein schwarz glänzender Frontsplitter mit zwei Spitzen, große Entlüftungsöffnungen in den vorderen Kotflügeln, Seitenschweller, Heckdiffusor und ein integrierter Heckspoiler. Hinzu kommen geschmiedete 20-Zoll-Räder. Das DIN-Leergewicht gibt Bovensiepen mit 1.585 Kilogramm an, nach EG-Norm sind es 1.660 Kilogramm. Die Produktion ist weltweit auf 99 Fahrzeuge begrenzt. Angeboten werden fünf Metallic-Lackierungen: 40 Fahrzeuge entstehen in Saphirschwarz, 25 in Sanremo Green, 20 in Skyscraper Grau, neun in Thundernight und fünf in Frozen Grey II. Individuelle Wunschlackierungen sind ebenfalls möglich.
435 PS und bis zu 295 km/h im Bovensiepen Spider
Für den Antrieb sorgt ein 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit Twin-Scroll-Turbolader. Er leistet 320 kW (435 PS), entwickelt maximal 580 Nm und ist mit einer ZF-Achtgang-Automatik kombiniert. Bovensiepen nennt ein Leistungsgewicht von 3,6 Kilogramm pro PS. Für die Mehrleistung wurden unter anderem die Ansaugluftführung mit einem zusätzlichen Ram-Air-Kanal versehen sowie Ansauggeräuschdämpfer und Sportabgasanlage strömungstechnisch überarbeitet. Von null auf 100 km/h soll der Spider in 4,2 Sekunden beschleunigen, serienmäßig endet der Vortrieb bei 260 km/h. Mit dem optionalen Performance-Paket steigt die Höchstgeschwindigkeit auf 295 km/h. Zum Paket gehören außerdem ein gefräster Aluminiumdeckel für das Hinterachsgetriebe mit größeren Kühlrippen sowie eine Unterbodenversteifung mit V-Strebe. Für die Motorkühlung kommt ein 1.000-Watt-E-Lüfter zum Einsatz. Das Fahrwerk erhält neu abgestimmte Dämpfer und längere Zusatzfedern an der Hinterachse. Michelin Pilot Sport 4 S messen vorne 255/35 ZR20 auf 9-Zoll- und hinten 295/30 ZR20 auf 10,5-Zoll-Felgen. Optional gibt es eine Bremsanlage mit Vierkolben-Festsätteln vorne sowie gelochten Scheiben mit 395 Millimetern Durchmesser vorn und 345 Millimetern hinten.
Ausstattung, Preis und Marktstart des Bovensiepen Spider
Im Innenraum kombiniert Bovensiepen serienmäßig Vernasca-Leder mit Alcantara-Sitzmittelbahnen; das Lenkrad ist mit Lavalina-Leder bezogen. Lenkradheizung, Komfortzugang und ein Harman-Kardon-Surround-Soundsystem gehören zur Grundausstattung. Darüber hinaus bietet die hauseigene Sattlerei Volllederausstattungen sowie weitere Individualisierungen an. Instrumententafel, A-Säulenverkleidungen, Windlaufblende und der Bereich um die Überrollbügel können beispielsweise mit Leder beziehungsweise Alcantara bezogen werden. Auch individuelle Prägungen und Stickereien sind möglich. Jeder Spider erhält ein nummeriertes Produktionsschild. Das Kofferraumvolumen beträgt 281 Liter. Bestellungen nimmt Bovensiepen bereits entgegen, die ersten Fahrzeuge sollen gegen Ende des ersten Quartals 2027 ausgeliefert werden. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 115.500 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer ab Werk Buchloe. Als vorläufigen WLTP-Verbrauch nennt der Hersteller 8,8 Liter Super je 100 Kilometer. Die kombinierten CO₂-Emissionen liegen bei 199 g/km, entsprechend CO₂-Klasse G in Deutschland. Damit positioniert sich der Spider als niedrig produzierter Verbrenner-Roadster in einem Segment, aus dem sich zahlreiche Großserienhersteller zurückgezogen haben.

