
Der österreichische Gebrauchtwagenmarkt zeigt im ersten Halbjahr 2026 sinkende Preise. Laut aktuellem AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index kosteten Gebrauchtwagen im Juni durchschnittlich 28.085 Euro und damit 3,41 Prozent weniger als zu Jahresbeginn. Gleichzeitig steigt das Interesse an gebrauchten Elektroautos deutlich.
Mittelklasse und Sportwagen mit größtem Preisrückgang
Die Preise für Gebrauchtwagen in Österreich sind im ersten Halbjahr 2026 weiter zurückgegangen. Das geht aus dem aktuellen Gebrauchtwagen-Preis-Index von AutoScout24 hervor. Im Juni lag der durchschnittliche Angebotspreis bei 28.085 Euro. Gegenüber dem Jahresbeginn entspricht das einem Rückgang um 991 Euro beziehungsweise 3,41 Prozent. Im Vergleich zum Juni 2025 beträgt das Minus 5,4 Prozent, was einer Ersparnis von rund 1.600 Euro entspricht.
Je nach Fahrzeugsegment entwickelten sich die Preise unterschiedlich. Kleinwagen blieben mit durchschnittlich 14.552 Euro nahezu stabil und verteuerten sich gegenüber Jänner sogar leicht um drei Euro beziehungsweise 0,02 Prozent. In der Kompaktklasse sank der Durchschnittspreis um 303 Euro oder 1,47 Prozent auf 20.278 Euro. Die Mittelklasse verbilligte sich um 1.454 Euro beziehungsweise 5,60 Prozent auf 24.490 Euro. In der oberen Mittelklasse gingen die Preise um 1.143 Euro oder 3,66 Prozent auf 30.042 Euro zurück. Die Oberklasse verzeichnete mit einem Minus von 3.358 Euro beziehungsweise 5,47 Prozent einen durchschnittlichen Angebotspreis von 58.037 Euro. SUV und Geländewagen kosteten im Juni durchschnittlich 33.685 Euro und damit 991 Euro oder 2,86 Prozent weniger als zu Jahresbeginn. Vans und Kleinbusse verbilligten sich um 734 Euro beziehungsweise 2,77 Prozent auf 25.791 Euro. Den stärksten Preisrückgang gab es bei Sportwagen: Ihr Durchschnittspreis sank um 5.217 Euro oder 6,54 Prozent auf 74.555 Euro.
Nachfrage nach gebrauchten E-Autos steigt um 40 Prozent
Parallel zur Preisentwicklung verändert sich auch die Nachfrage. Auf der Plattform AutoScout24 lag das Interesse an gebrauchten Elektroautos im Juni 2026 um 40 Prozent über dem Niveau zu Jahresbeginn. Gleichzeitig ging die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zurück. Bei Dieselfahrzeugen betrug das Minus 20 Prozent, bei Benzinern 15 Prozent.

