
Mit 66 Jahren hat Helmut Marko seinen ersten Grand Prix gewonnen, um im Rentenalter zwei Serien-Weltmeister und ein Imperium der Formel 1 zu erschaffen. Wie konnte es da zu so einem unwürdigen Abschied kommen?
Emotionale Reaktionen auf Markos Rücktritt
96 Stunden. So lange braucht Julie, 42, aus Moss Vale, südwestlich von Sydney, um das Geschehene in Worte zu fassen. Dann postet sie ein Video unter dem Hashtag #heartbroken. Es zeigt Bilder von Helmut Marko, 82, unterlegt mit dem Lied: „I’ll never forget you, I’ll never let you out of my heart, Oh, Oh, you’ll always will be here with me …“ Ihre Headline: „Breaking News: Red Bull Racing’s Iron-Fisted Advisor Helmut Marko Quits After 20 Explosive Years“.
Ihre Wohnung ist voller Fan-Utensilien ihrer Idole Helmut Koinigg und Helmut Marko. Marko ist überall. Als Polster, als Poster, auf Fotos, die wie auf einem Altar angeordnet stehen. Es gibt sein Konterfei, ob jung oder alt, auf Häferln, Tassen, T-Shirts.
Boxxboxx, eine „KI-Influencerin“, hat schneller reagiert: Ihr Song über Helmut Marko geht viral. Zu einer Animation, die seinen Avatar beim Verlassen des Paddocks zeigt, erklingt ein Ballermann-tauglicher Song, dessen Text an ein Gebet erinnert:
„The doctor leaves the Building. A Legend takes his bow. Red Bull forever change. We honor you right now. For 20 years of Glory. You built the winning team, the Helmut Marko legacy. You realize the dream. The Eye for the Talent. Yeah, you spotted the Best, put the young guns in and put the skills to the test. You found us Sebastian and brought us Max. Only focus on speed. Sticking straight to the facts. Master of the Game in the Formula One. The Advisor from the legacy won. Thank you for the Titles, Thank you for the drive, you kept the racing spirit totally alive.“
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