Mit Neid blicken wir über den großen Teich

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Denn dort wird gerade der Honda Civic Type R für das neue Modelljahr fit gemacht.

Und zwar mit allerlei Verbesserungen im Aerodynamikbereich – etwa erhöht ein Frontsplitter den Abtrieb –, schärferer Optik, mehr Komfort und Ausstattung innen. Das Bremspedal spricht direkter, mit weniger Spiel an, und das Rev-Matching-System wurde so angepasst, dass beim Runterschalten alles noch ein bisl schneller geht. Denn der Type R wird nach wie vor nur mit Schaltgetriebe verkauft. Gut so.

Nicht gut ist, dass das alles eben in den USA passiert und nicht bei uns. Und um eins obendrauf zu setzen, dürfte es bald auch eine auf 500 Stück limitierte Edition in Phoenix Yellow geben, eine für Honda geschichtsschwere Farbe.

Bekanntlich fiel der Type R den europäischen Abgasnormen zum Opfer, konkret Euro 7, das für neue PKW-Typen ab Ende November 2026 gilt, für neu zugelassene Fahrzeuge ab Ende November 2027.

Darin ist kein Verbot für ein Auto wie den Type R normiert. Aber in Summe wird so ein Auto für den Hersteller zu teuer, da es den Flottenverbrauch erhöht, was zu Strafzahlungen führen kann. Oder er homologiert das Auto neu, was aber bei der geringen Stückzahl eines Civic Type R unverhältnismäßig kostet. Also stellt man ein. So sind die Regeln, sie treffen auch Autos, die aufgrund ihres seltenen Vorkommens keinen messbaren Schaden anrichten. 

Gibt es für Fans einen Ausweg?

Den gibt es wohl: Eigenimport aus dem Drittland, zum Beispiel eben aus der USA. Das Auto müsste, da es ja über keine EU-Typengenehmigung verfügt, durch ein Einzelgenehmigungs-, gegebenenfalls durch ein Ausnahmegenehmigungsverfahren, das vielleicht auch schiefgehen kann. Auf jeden Fall wäre der Import mit interessanten Kosten verbunden.

Der Type R kostet in den USA derzeit umgerechnet rund 45.000 Euro. Sagen wir, der Transport nach Europa kostet 3.000 Euro. Kommen hinzu 4.800 Euro Zoll (Zollwert ist inklusive Transport), kommen hinzu 20 % Einfuhrumsatzsteuer, kommen hinzu wohl so um die 11.000 Euro NoVA (die müsste extra bemessen werden, da es keinen europäischen WLTP-Wert für die US-Typengenehmigung gibt), dann noch was drauf für Einzelgenehmigung und eventuelle Umbauten, schließlich landen wir bei runden 80.000 Euro.

Da ist der zeitliche Aufwand, die vorschnelle Alterung des Käufers aufgrund der sicher auftretenden zahlreichen Probleme plus der damit verbundenen Sorgen, das zerrüttete Privatleben und schließlich die psychischen Irritationen, die sich aus der ständig sich stellenden Frage, ob man denn noch alle Tassen im Schrank hat, ergeben, noch garnicht mitgerechnet.

Wer jetzt noch Kraft hat, kann versuchen, herauszufinden, ob sich ein Import in ein anderes EU-Land und eine Einfuhr von dort nach Österreich als Gebrauchtwagen irgendwie lohnen könnte. Oder sich gleich einen Abarth kaufen.  

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