Jede Jahreszeit hat ihre Fahrbedingungen, ein Fahrtraining kann sie entschärfen.
Klassischer Dialog beim Blick aus dem Fenster: „Jetzt herbstelt's schon ein bisserl!" – „Ja, ja ..."
Etwas mehr Aufmerksamkeit verdient der unausweichliche Herbst natürlich nicht nur bei der Wahl der Kleidung, sondern auch beim Fahren, vor allem am Motorrad. Angenehm dabei sind die gemäßigteren Temperaturen, man transpiriert also nicht so heftig in der Schutzkleidung; und die Ausflugsstraßen sind deutlich weniger befahren als im Sommer.
Die unangenehmen Begleitumstände allerdings überwiegen: Nasses Laub auf der Straße kann zum Hoppala führen, mit Ernterückständen, die von landwirtschaftlichem Gerät auf die Fahrbahn gelangen, verhält es sich ähnlich. Und wenn die Sonne tief steht, kann sie ziemlich unangenehm blenden. (Nicht nur einen selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer, die ein Motorrad dann erschreckend leicht übersehen.)
Damit man von all dieses Situationen nicht überrascht wird, sondern sie vorausahnt und ausreichend Zeit für eine entschärfende Reaktion bleibt, empfiehlt sich ein Fahrsicherheitstraining, wie es beispielsweise der ÖAMTC in seinen Fahrtechnikzentren anbietet. Und ein paar Grundregeln helfen auch: Fahren mit Reserven und Vermeiden allzu heftiger Schräglage erhöht die Sicherheit auf Herbstlaub, und wenn einen die Sonne blendet, dann blendet sie auch den von hinten herannahenden Verkehr. (Na ja, das gilt wohl eher für kleinvolumige Roller, denn ein potentes Motorrad wird wohl kaum von einem Auto überholt.) Wirft man einen langen Schatten, dann kommt die Sonne zweifelsfrei von hinten, und sie blendet dann die Entgegenkommenden. Für die denkt man dann lieber ein bisserl mit.
Gerne übersehen wird der geringere Grip der Reifen, wenn's in der Früh noch kalt ist – Warmfahren hilft.

