
Das war's dann: Beim Saisonfinale der Formel E in London endet das Engagement von DS Automobiles in der Elektro-Rennserie. Maximilian Günther und Taylor Barnard bestreiten am 15. und 16. August 2026 die letzten beiden Rennen für DS Penske. Nach elf Saisons zieht sich die Marke mit vier Meistertiteln, 18 Siegen und 55 Podestplätzen zurück.
Überblick
Formel-E-Finale in London: DS Penske tritt mit Sonderlackierung an
Nach elf Saisonen beendet DS Automobiles beim Saisonfinale 2025/2026 in London sein Engagement in der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft. Die beiden letzten Rennen finden am Samstag, 15. August, und Sonntag, 16. August 2026 statt. Für DS Penske starten der Deutsche Maximilian Günther und sein britischer Teamkollege Taylor Barnard. Ihre DS E-Tense FE25 erhalten für den Abschied eine eigens entworfene goldene Lackierung. Das gemeinsame Team von DS Automobiles und Penske Autosport fährt damit zum letzten Mal in der Elektro-Weltmeisterschaft. Austragungsort des Saisonfinales ist zum vierten Mal in Folge das ExCeL-Messezentrum in London. Der 2,1 Kilometer lange Kurs weist neben engen Kurven und kurzen Geraden auch Streckenabschnitte innerhalb der Messehallen auf. Beide Rennen beginnen jeweils um 16 Uhr deutscher Zeit beziehungsweise 15 Uhr Ortszeit. In Deutschland zeigt DF1 sowohl die Qualifyings als auch die Rennen im Fernsehen und im Livestream. Zum Abschluss des Engagements stellt DS Automobiles im ExCeL-Zentrum außerdem drei Formel-E-Fahrzeuge aus unterschiedlichen Fahrzeuggenerationen aus: den DS V-01, den DS E-Tense FE19 und den aktuellen DS E-Tense FE25.
DS Automobiles beendet Formel-E-Engagement mit vier Meistertiteln
DS Automobiles stieg 2015 zur zweiten Saison der Formel E in die Rennserie ein. Die Bilanz nach elf Jahren umfasst 152 Rennen, vier Meistertitel – jeweils zwei in der Fahrer- und Teamwertung –, 18 Siege, 55 Podestplätze und 26 Pole-Positions. Hinzu kommen insgesamt sieben Podiumsplatzierungen in der Teamwertung. Nach Angaben des Herstellers macht diese Bilanz DS zur bislang erfolgreichsten Marke in der Geschichte der Formel E. Einen Schwerpunkt des Engagements bildete neben dem Motorsport die Entwicklung elektrischer Antriebe. DS nennt insbesondere Erkenntnisse bei elektrifizierten Antriebssträngen, Energiemanagement und der Effizienz der Bordsysteme. Technologien und Erfahrungen aus der Formel E seien in die Forschung und Entwicklung der elektrischen Serienmodelle eingeflossen; als aktuelle Beispiele nennt das Unternehmen DS N°4, DS N°7 und DS N°8.
Der Ausstieg von DS dürfte nichts mit einer etwaigen Erfolglosigkeit der Formel E zu tun haben. Von einer solchen kann nicht wirklich die Rede sein: In der Saison 2024/25 erreichte die Formel E nach eigenen Angaben eine kumulierte weltweite TV-Zuschauerzahl von 561 Millionen, 14 Prozent mehr als im Jahr davor. Die ermittelte globale Fanbasis stieg um 13 Prozent auf 422 Millionen Menschen. Es gibt also ein deutliches Wachstum. Der Abstand zum Geschäftsmodell Formel 1 ist freilich weiterhin gewaltig, auch bezüglich der Summen, die die Beteiligten abräumen. Wir raten einmal vorsichtig, die Rechenstifte bei DS haben herausgefunden, dass die gesteckten Ziele erreicht wurden (vor allem Tech-Transfer) und es ab jetzt nur noch teuer ohne viel Gegenwert sein dürfte.

