Bertone Runabout, 25 Exemplare und ein Hill Climb

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Slow down to go fast ist ein gutes Motto für ein bemerkenswertes Auto.

Man muss die Legenden feiern, wie sie fahren: Bertone, eines der führenden italienischen Kulturinstitute des 20. Jahrhunderts, hat einige existenzielle Krisen hinter sich, ist aber seit 2022 im Besitz der Brüder Mauro und Jean-Franck Ricci wieder aktiv. Aktiv in der Denkmalpflege nämlich, und dabei konzentriert sich Bertone freilich auf die eigene, bunte, schnelle Geschichte. Aktuell entstehen 25 Exemplare des Bertone Runabout, und die Bertonologen dieser Welt erkennen natürlich den Ursprung im 1969 von Marcello Gandini gestalteten A112 Runabout. Der, hinwiederum, darf als Initialzündung für Fiat X1/9 und Lancia Stratos gelten, die Keilform war damals höchst angesagt, auch, wenn die Menschen drin eher liegen mussten.

Die technische Basis des Bertone Runabout stammt vom Lotus Exige, die Eckdaten: aufgeladener 3,5-l-V6, 475 PS, 490 Nm, 3,1 Sekunden von null auf 100, 270 km/h, 2,5 kg/PS dank Aluminium an Chassis und Karosserie. Ebenso aufregend ist das Design in allerfeinster Keilform, und damit das wieder einmal seinen Auslauf bekommt, wird ein Runabout am 9. September beim Tutto Bene Hill Climb in Mottarone teilnehmen, einem Treffen der Begehrenswerten und Schönen aller Epochen, und natürlich werden die Straßen oberhalb des Lago Maggiore erklommen. Wertung gibt's dabei keine, denn es geht um automobile Kultur, um die Landschaft, ums Vergnügen des Fahrens, und das Motto passt dazu: Slow down to go fast. Auch ein anderes Motto hat sich schon rund um den Totto Bene Hill Climb etabliert: Only cool cars allowed.

Da finden natürlich die Kleinserienhersteller ihre Bühne, und wir vermuten, dass auch ein Effeffe Berlinetta dort zu sehen sein wird, aber das ist wieder eine andere Geschichte. Eine verwandte aber allemal.

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