Mercedes-Maybach S-Klasse: Aufstiegskampf

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Das Maybach-Experiment geht weiter, wobei es jetzt, wo Maybachs eigentlich nur noch bessere Mercedesse sind, eh kein richtiges Experiment mehr ist. Und Leute mit viel Geld gibt’s in Krisenzeiten mehr als sonst. 

Maybachs schwieriger Start und gescheitertes Luxusimage

Eben wurde die neue S-Klasse vorgestellt, und weil man ja als Mercedes nicht nur sozial agieren kann, sondern schon auch ein bissl für Leute, die sich was leisten können, folgt auf dem Fuß die Maybach-Variante. Denken wir übrigens kurz an 2002 zurück, als ein Maybach, damals noch kein offensichtlicher Mercedes, mit der QE2 nach New York fuhr, obenauf in einem Glaskasten. Das Auto war so ein klobiges Ding, das zumindest innen etwas altbacken wirkte. Wenn schon was nicht besonders toll ist, muss es wenigstens einen Ruf haben, so wie Rolls-Royce vor BMW, aber den hatte der Maybach auch nicht. Bald nach der Atlantiküberfahrt ist der Maybach dann also den Bach hinuntergeschwommen.

Comeback als Mercedes-Maybach und starke Märkte

Mittlerweile ist Mercedes ein zweites Mal an die Sache herangegangen, und zwar direkter: Die teuersten S und GLS dürfen auch als Maybach erscheinen (neu auch die V-Klasse), mit eigenem Logo, aber dennoch unverkennbar ein Mercedes. Mercedes nennt keine detaillierten Zahlen, es wurden 2025 aber ungefähr 20.000 Maybachs verkauft. Die beiden krassen Märkte für Maybach sind China und die USA. In Zweiteren werden vor allem Maybach-GLS verkauft, in China ist offenbar jede zweite S-Klasse ein Maybach.

Natürlich spielen auch im neuen Modell die üblichen Protagonisten ihre angestammten Rollen, Liegesitze et alii. Wichtig sind die versilberten Champagnerkelche von Robbe & Berking. Die Flaschen dazu gibt’s im Supermarkt.

Dieser Test ist in autorevue 4&5/2026 erschienen.

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