Radeln zur Bildung: MIVAs FahrradAktion 2026

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Diesmal: Fahrräder statt Autos, und damit bekommen Kinder in fernen Gegenden dieser Welt eine Zukunft.

Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Beinen, sagt man gemeinhin, wenn jemand was vergessen hat. In manchen Weltgegenden aber verhält sich das quasi umgekehrt: Man braucht die Beine, um Bildung für den Kopf zu bekommen. Richtig, wir reden von langen und mühsamen Schulwegen, die Kinder und Jugendliche in Mali, Burkina Faso und Indien oft von ihrer Schule fernhalten. Die MIVA Austria (Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft, ein Hilfswerk der katholischen Kirche) sammelt daher im Mai 2026 wieder Spenden, um Fahrräder für junge Menschen zu kaufen – so soll der Weg zur Schule (und damit zu einer besseren Zukunft) möglich werden. Und zwar in drei Ländern.

Drei Projekte, drei Länder: Wo die Fahrräder hinfahren

Dalits in Indien: Die Diözese Khamman liegt im indischen Bundesstaat Telengana. Die etwa 220.000 Katholikinnen und Katholiken gehören zu den „Dalits" und „Adhivasi", die in der Rangordnung des von Kasten geprägten Landes ziemlich weit unten angesiedelt sind. Besonders für Mädchen kann der Schulweg gefährlich werden. Die Diözese hat um 100 Fahrräder für Schülerinnen und Schüler gebeten, in Indien sind sie besonders günstig: Ein Rad kostet nur etwa 70 Euro.

Vertriebene in Fada N'Gourma, Burkina Faso: In Burkina Faso ist das Leben unsicher geworden, Putschisten, diverse Milizen sowie islamistische Rebellen sind gefährlich für die Bevölkerung. In Fada N'Gourma, etwa 220 Kilometer östlich der Hauptstadt Ouagadougou, leben viele Familien, die aus unsicheren Zonen geflüchtet sind. Redemptoristen-Missionare haben für deren Kinder die Grundschule „Notre Dame de la paix" gegründet, 80 MIVA-Fahrräder sollen bald die Schulwege erleichtern. Eines kostet etwa 85 Euro.

Berufsschülerinnen in Touba, Mali: In der Region Touba kommt die Hälfte der Kinder nicht zum Unterricht, vor allem Mädchen brechen die Schule ab. Wer keinen Schulabschluss vorweisen kann, hat aber kaum eine Chance auf eine menschenwürdige Arbeit. Die Gefahr, von kriminellen Gruppierungen rekrutiert zu werden, ist groß. Kinderehen sind häufig; die Frauen bleiben ein Leben lang von ihren Männern wirtschaftlich abhängig. Um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen, haben Don-Bosco-Schwestern in Touba eine Berufsschule gegründet. Derzeit werden 98 Mädchen zu Schneiderinnen oder Frisörinnen ausgebildet, diejenigen mit den weitesten Schulwegen sollen jetzt MIVA-Fahrräder bekommen. Geplant sind 50 Räder zum Preis von je 102 Euro.

Spenden für Mobilität, Bildung und Hoffnung

Man merkt also: Spenden für MIVA-Fahrräder sind gut investiert, sie tragen zur Bildung junger Menschen bei und verbessern ihre Lebenschancen. Und die dortigen Preise für Fahrräder sind für unsere Verhältnisse äußerst bescheiden, das erleichtert das Spenden immens: Wenig Geld, und schon kommt wieder ein Kind zur Schule.
Mehr zum Schwerpunkt der diesjährigen MIVA-FahrradAktion sowie den Spendenmöglichkeiten gibt's unter www.miva.at/fahrradaktion2026

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